Auto fährt in Menschenmenge in London - mehrere Museen evakuiert

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  • In London ist ein Auto vor einem Museum in eine Menschenmenge gefahren
  • Mehrere Menschen wurden verletzt, die Polizei spricht von einem Unfall

Vor dem Natural History Museum in London ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Mehrere Menschen wurden verletzt, der Fahrer sei in Gewahrsam genommen worden, berichtet die Londoner Polizei.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von insgesamt elf Verletzten.

Nach dem Vorfall haben einige der angrenzenden Museen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Berichten zufolge schlossen das Natural History Museum und das Science Museum vorerst ihre Zugänge. Das Science Museum teilte bei Twitter mit, dass nach einem Befehl der Polizei keine weiteren Besucher in das Museum kommen dürften.

Zuvor hatte die britische BBC berichtet, alle drei Museen seien evakuiert worden.

Die Gegend ist bei Touristen sehr beliebt. Die Hintergründe des Vorfalls waren nach Polizeiangaben zunächst völlig unklar. Am Abend gab die Polizei Entwarnung: Der Vorfall habe keinen Terrorhintergrund. Es handele sich um einen Unfall.

BBC-Reporterin schildert Vorfall

Die BBC-Reporterin Chloe Hayward berichtet, sie habe gerade das Museum verlassen, als der Vorfall geschah. "Ich konnte ein Auto sehen, das quer über die Straße fuhr. Es schien, als ob es in einen der Begrenzungssteine auf der Straßenseite fahren würde. Eine Menschenmenge stand um ein, zwei Menschen herum, die auf dem Bürgersteig lagen", zitiert die BBC die Reporterin.

"Viele Polizisten erreichten die Stelle, Helikopter waren in der Luft. Und ich habe einen Krankenwagen gesehen, in dem definitiv jemand versorgt wurde, aber es ist nicht klar, wie schwer die Verletzung ist", sagte die Reporterin weiter.

Londoner Polizei bestätigt Gewahrsamsnahme

Auf Twitter verbreiteten sich Fotos und Videos vom Ort des Geschehens.

Polizisten sperrten das Areal vor dem Museum ab,

Auf mehreren Videos, die sich auf Twitter verbreiteten, war ein Mann zu sehen, der von zwei Polizisten zu Boden gedrückt und in Gewahrsam genommen wurde.

Der Vorfall weckte bei vielen Menschen in London böse Erinnerungen: Großbritannien ist in diesem Jahr bereits fünf Mal Ziel eines Terroranschlags geworden.

Mitte September explodierte in einer Londoner U-Bahn eine selbstgebaute Bombe. Rund 30 Menschen wurden verletzt. Acht Menschen kamen Anfang Juni bei einem Angriff auf das Londoner Ausgehviertel Borough Market und die London-Bridge ums Leben.

Bei einem Bombenattentat auf die Besucher eines Konzerts in Manchester im Mai starben 22 Menschen. Im März war ein Attentäter auf der Londoner Westminster-Brücke mit einem Auto gezielt in Fußgänger gerast, bevor er einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments niederstach. Fünf Menschen starben.

Mit Material der dpa.

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