Parteinachwuchs fordert von CDU-Chefin Merkel Konsequenzen für die Wahlschlappe

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Parteinachwuchs fordert von CDU-Chefin Merkel Konsequenzen für die Wahlschlappe | dpa
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  • Nach dem schlechten Wahlergebnis der Union kommt nun die Abrechnung für die Kanzlerin
  • Der Parteinachwuchs fordert einen ordentlichen Ruck in die konservative Richtung: Die Einwanderung müsse begrenzt werden

Kurz vor dem Krisentreffen von CDU und CSU zur Abstimmung auf dem Weg nach Jamaika werden die Rufe nach einem Politik- und Personalwechsel in der Union immer lauter.

Die Junge Union (JU) pocht zum Auftakt ihres "Deutschlandtags" in Dresden auf eine Schärfung des konservativen Profils - und eine klare Begrenzung der Zuwanderung. In der CDU werden zudem Stimmen lauter, die Basis stärker in die Verabschiedung eines künftigen Koalitionsvertrags einzubeziehen.

Beim "Deutschlandtag" stellt sich Kanzlerin Angela Merkel an diesem Samstag in Dresden erstmals nach der Bundestagswahl der Parteibasis.

Der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak fordert Konsequenzen aus dem desaströsen Wahlergebnis. «Es liegt offen auf der Hand, dass sich ein Teil unserer Wähler nicht mehr ausreichend von der Union repräsentiert fühlt», sagte Ziemiak der Deutschen Presse-Agentur.

Obergrenze ohne Obergrenze

Eine zentrale Forderung bezieht sich auf die Begrenzung der Zuwanderung. Sie müsse von einem unionsgeführten Jamaika-Bündnis in einem Einwanderungsgesetz festgeschrieben werden, heißt es in einer "Dresdner Erklärung", die der JU-"Deutschlandtag" am Freitagabend in der sächsischen Landeshauptstadt beschließen soll.

"Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt. Was wir nicht brauchen, ist eine ungesteuerte Zuwanderung in unsere Sozialsysteme", fordert der Parteinachwuchs in dem fünfseitigen Papier.

Allerdings: Das Wort Obergrenze taucht in der Erklärung nicht auf.

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