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06/10/2017 14:01 CEST | Aktualisiert 06/10/2017 14:01 CEST

Wie ein rigoroses Workout einer 27-jährigen Frau geholfen hat, ihre Krebstherapie zu überstehen

  • Die junge Kanadierin Clea Sackville hatte Krebs im fortgeschrittenen Stadium

  • Um die Nebeneffekte der Chemotherapie zu lindern, begann sie zu trainieren
 

  • Wie wichtig Sport für die Krebstherapie sein kann, seht ihr im Video oben

Die 27-jährige Clea Sackville aus Vancouver in Kanada hat den Kampf gegen den Krebs gewonnen. Vor etwa zwei Jahren bekam sie die Diagnose, wenig später begann die Chemotherapie.

Doch da die die Behandlung auch gesunde Zellen abtötet, sind die Nebeneffekte meist äußerst unangenehm. Schwindel, Haarausfall und Übelkeit sind da nur die häufigsten Symptome.

Kampf gegen giftige Chemikalien

Clea sah nicht ein, sich von den Symptomen unterkriegen zu lassen. Bereits während der Behandlung begann sie, ins Fitnessstudio zu gehen. Während die aggressiven Chemikalien der Chemotherapie ihre Haare ausfallen ließen, wollte sie zum Ausgleich Muskelmasse aufbauen.

Fast jeden Tag stemmte sie Gewichte und arbeitete an ihrer Fitness. Inzwischen ist sie wieder gesund. Clea ist so fit wie noch nie zuvor. Sie plant sogar, bei Bodybuilding-Wettbewerben teilzunehmen.

Gesinnungswandel in der Medizin

Noch vor einigen Jahren empfahlen Mediziner ihren Patienten, ihrem Körper nach einer Chemotherapie ein halbes Jahr Ruhe zu gönnen.

Inzwischen wird Sport, beispielsweise Joggen besonders bei Brustkrebs sogar empfohlen, wie die "Deutsche Krebsgesellschaft“ schreibt.

Wie Sport konkret bei der Unterstützung einer Krebstherapie helfen kann, ist noch weitgehend unbekannt. So schreibt die Fachklinik für Onkologie in Graal-Müritz, das Wachstum von Tumoren sei von sehr komplexen Vorgängen abhängig.

Sport hingegen wirkt sich auf den gesamten Organismus aus. Energiehaushalt, Immunsystem, Psyche und Hormone finden eine Balance, der Stoffwechsel wird angeregt. Ebenso werden DNA-Reparaturmechanismen verbessert, der Körper heilt sich also selber.

"Inaktivität ist das Schlimmste"

Freerk Baumann der Deutschen Sporthochschule Köln kann diese neuen Erkenntnisse nur untermauern.

“Nach fünf Tagen Bettlägerigkeit hat der Krebskranke 20 bis 30 Prozent seiner Kraft verloren. Erst ein Training von zwölf Wochen würde sie zurückbringen“.

Für ihn ist Sport als Teil der Therapie unabdinglich: “Inaktivität ist das Schlimmste, das man einem Krebspatienten antun kann, denn sie generiert weitere Symptome."

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(ujo)

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