"Stern"-Bericht: AfD will Ex-Chefin Frauke Petry verklagen

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PETRY
Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Die AfD will laut einem Bericht des "Sterns" ihre Ex-Chefin Frauke Petry verklagen
  • Der Vorwurf: Die Politikerin soll Anschriften und Telefonnummern von AfD-Mitgliedern geklaut haben

Die AfD will offenbar ihre Ex-Chefin Frauke Petry verklagen. Das berichtet das Magazin "Stern".

Nach Informationen des "Sterns" wirft der AfD-Bundesvorstand Petry vor, Daten geklaut zu haben. Die Partei vermute, dass sich Petry an den Mitgliederdaten bedient habe.

Der interne Parteimanager enthalte demnach die Anschriften und Telefonnummern von knapp 30.000 AfD-Mitgliedern.

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Daten zum Aufbau einer eigenen Partei?

Offenbar wolle Petry die Daten zum Aufbau ihrer eigenen Partei nutzen, berichtet der "Stern". Die AfD werte derzeit die Softwaredaten aus. Petry nahm zu den Vorwürfen nicht Stellung.

Petry und ihr Ehemann Macrus Pretzell sind nach der Bundestagswahl aus der AfD ausgetreten. Pretzell war Landes- und Fraktionschef der AfD in Nordrhein-Westfalen.

Die Bundesfraktionschefin Alice Weidel hält weitere Austritte aus der AfD-Fraktion für möglich. "Vielleicht gibt es ein, zwei weitere Austritte, die möchte ich mittlerweile nicht mehr ausschließen", sagte Weidel am Donnerstag am Rande einer Fraktionssitzung in Berlin.

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Weitere Austritte aus der Fraktion

Am Mittwoch hatte der Bundestagsabgeordnete Mario Mieruch seinen Austritt aus der Fraktion bekanntgegeben.

Er begründete seinen Schritt gegenüber der "Bild"-Zeitung mit einer mangelnden Abgrenzung nach rechts. Ähnliche Gründe hatte auch die frühere Parteichefin Petry angeführt.

Die ehemalige Chefin ist also weiterhin präsent in ihrer Partei - auch wegen einer möglichen Anklage, die laut "Stern" nun im Raum stehe.

(Mit Material der dpa)

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