YouGov-Umfrage: Mehrheit hält AfD für vorübergehendes Phänomen

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YouGov-Umfrage: Mehrheit hält AfD für vorübergehendes Phänomen | Axel Schmidt / Reuters
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  • Eine Umfrage von YouGov ergibt: Eine Mehrheit der Deutschen geht nicht davon aus, dass sich die AfD dauerhaft im Bundestag etablieren wird
  • Mehr Menschen sind außerdem für eine Neuwahl als für eine Neuauflage der Großen Koalition

Die Mehrheit der Deutschen rechnet damit, dass die AfD nur vorübergehend im Bundestag vertreten sein wird.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten 54 Prozent der Befragten diese Auffassung. Nur 27 Prozent sehen die AfD dagegen über diese Wahlperiode hinaus als feste Größe im Parlament.

Die AfD hatte bei der Wahl am 24. September 12,6 Prozent der Stimmen erhalten und zieht damit als drittstärkste Kraft in den neuen Bundestag ein.

AfD-Anhänger: Wir sind gekommen, um zu bleiben

In den vergangenen 60 Jahren haben es neben der AfD nur zwei andere Parteien geschafft, neu in den Bundestag gewählt zu werden: die Grünen 1983 und die Linke 1990 - damals noch als PDS.

Laut YouGov-Umfrage glauben zwar drei von vier AfD-Wählern, dass sich auch ihre Partei im Bundestag etablieren werde. Allerdings teilt nur etwa jeder fünfte Anhänger von Union (19 Prozent), SPD (18) und Grünen (18) diese Einschätzung. Die Wähler von Linken (28) und FDP (31) trauen der AfD dagegen etwas mehr Stehvermögen zu.

YouGov befragte zwischen dem 19. September und 2. Oktober mehr als 2000 Bundesbürger.

Lieber Neuwahl als GroKo

Die Umfrage von YouGov ergab auch: Rund 25 Prozent der Deutschen sind mit dem Ergebnis der Bundestagswahl so unzufrieden, dass sie neu wählen wollen.

Danach ist die Gruppe der Neuwahl-Befürworter deutlich größer als die derjenigen, die sich eine große Koalition aus Union und SPD wünschen (16 Prozent). Für eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen plädieren 38 Prozent.

Überraschend ist, dass unter den AfD-Wählern die Neuwahl-Befürworter besonders stark vertreten sind. Obwohl die rechtskonservative Partei bei der Wahl am 24. September auf 12,6 Prozent gekommen ist, sprechen sich in der YouGov-Umfrage 62 Prozent ihrer Wähler für einen neuen Urnengang aus.

Auch bei der Linken (38 Prozent) und der SPD (32 Prozent) ist der Wunsch nach einer Neuwahl verhältnismäßig hoch. Bei der FDP sind es dagegen nur 17 Prozent, bei den Grünen 14 Prozent.

Von den Wählern der Union sind sogar nur acht Prozent für eine Neuwahl.

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