Sechs Jahre nach dem Erdbeben in Fukushima machen Forscher einen erschreckenden Fund

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  • Vor sechs Jahren kam es in Japan zu einer Kernschmelze in drei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima
  • Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass sich ein radioaktiver Stoff weiter ausgebreitet hat
  • Im Video oben erfahrt ihr mehr über das Ausmaß der Katastrophe

Vor sechs Jahren kam es bei einem Erdbeben in Japan zu einer Kernschmelze in drei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima.

Zahlreiche Menschen verloren damals ihre Heimat und auch heute macht die Strahlenbelastung das Gebiet unbewohnbar.

"Cäsium 137" auch Dutzende Kilometer entfernt nachweisbar

Um eine genaue Prognose aufstellen zu können, wie lange Fukushima noch mit den Folgen der Kernschmelze zu kämpfen hat, haben Wissenschaftler untersucht, wie und wo der radioaktive Stoff "Cäsium 137" vorhanden ist.

Dabei kamen die Forscher zu einer erschreckenden Bilanz. Laut dem Bericht befindet sich der radioaktive Stoff auch im unterirdischen Wasser, bis zu 100 Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt.

Die Studie besagt, dass der radioaktive Stoff beispielsweise auch am Strand von Yotsukura, 35 Kilometer südlich von Fukushima, nachgewiesen wurde.

"Das hat niemand erwartet"

Durch Wellen und Gezeiten habe sich das kontaminierte Wasser so weit verbreitet. Die Forscher gehen davon aus, dass sich der "Cäsium 137"-Gehalt immer weiter abbauen werde.

Trotzdem steht für die Forscher fest: “Das hat niemand erwartet”, so Studienmitarbeiterin Virginie Sanial.

Es wird also noch eine lange Zeit brauchen, bis das radioaktive Material komplett abgetragen ist.

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(chr)

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