Wird ein FDP-Politiker Finanzminister? Ein Tweet von CDU-Generalsekretär Tauber sorgt für Diskussionen

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Wird ein FDP-Politiker Finanzminister? Ein Tweet von CDU-Generalsekretär Tauber sorgt für Diskussionen | dpa / twitter
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  • CDU-Generalsekretär Tauber hat auf Twitter geschrieben, die Griechen könnten sich künftig nach Wolfgang Schäuble als Finanzminister zurücksehnen
  • Ein Journalist spekuliert, ob Tauber damit einen FDP-Finanzminister angekündigt hat

Über das nächste Bundeskabinett scheint es derzeit nur eine Gewissheit zu geben: Das Finanzministerium muss neu besetzt werden, denn der bisherige Minister Wolfgang Schäuble (CDU) soll Bundestagspräsident werden.

Als mögliche Nachfolger gelten etwa Jens Spahn (CDU), bisher Finanzstaatssekretär, oder auch FDP-Chef Christian Lindner.

Nun sorgt ein Tweet von CDU-Generalsekretär Peter Tauber für Diskussionen. ZDF-Korrespondent Stefan Leifert kommentiert die Nachricht mit den Worten: "Kündigt der CDU-Generalsekretär hier einen FDP-Finanzminister an?"

Tauber hatte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben: "Meine These: Manch einer in Griechenland wird sich Wolfgang Schäuble zurückwünschen..."

Die FDP und Griechenland

FDP-Chef Lindner hatte vor der Wahl mehrfach deutlich gemacht: Mit seiner Partei werde es keinen Schuldenschnitt und keine Vergemeinschaftung von Schulden geben.

Finanzhilfen will die FDP an strikte marktwirtschaftliche Reformen knüpfen, eine unabhängige Institution in der EU soll über die Einhaltung der Regeln der Währungsunion wachen.

Hat Tauber darauf mit seinem Tweet angespielt? Droht Griechenland bald eine striktere Sparpolitik als unter Schäuble?

Taubers Nachricht selbst war eine Antwort an einen Tweet von ZDF-Journalist Leifert, der eine griechische Journalistin zitiert: "Wir Griechen sind ein geschichtsbewusstes Volk. Wir respektieren deswegen sehr, dass Finanzminister Schäuble nun Geschichte ist."

Bevor die FDP den Finanzminister stellen kann, müssen die Koalitionsverhandlungen zu Jamaika erfolgreich verlaufen. Die Grünen etwa sind gegen eine strikte Sparpolitik in Europa und fordern Schuldenerleichterungen für Griechenland. Womöglich muss sich daher in Athen doch niemand vor dem nächsten deutschen Finanzminister fürchten.

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(jg)

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