Donald Trump hat 15 Milliarden Euro vernichtet - mit nur einem Satz

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  • Puerto Rico steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise
  • Donald Trump hat nun mit nur einem Satz die Schulden des Staates um rund 15 Milliarden Euro vergrößert
  • Wie er das getan hat, erfahrt ihr auch im Video oben

Mit einem Kommentar über die Schulden Puerto Ricos hat US-Präsident Donald Trump die Anleihen des US-Außengebiets auf Talfahrt geschickt. In einem Interview mit dem Fernsehsender "Fox News" schloss er einen Zahlungsausfall für die Verbindlichkeiten nicht aus.

"Sie schulden euren Freunden an der Wall Street viel Geld", sagte der Präsident nach einem Besuch auf der von Hurrikan "Maria" verwüsteten Karibikinsel. Dann folgte der folgenschwere Satz: "Wir müssen das streichen."

"Ich weiß nicht, ob es Goldman Sachs ist, aber wer auch immer es ist, kann sich davon verabschiede", sagte Trump. Der Kurs der Puerto-Rico-Anleihen mit Laufzeit bis 2025 brach daraufhin um zwölf Prozent auf ein Rekordtief ein.

Man solle die Äußerungen Trumps nicht zu wörtlich nehmen

Der Budgetchef im Weißen Haus ruderte daraufhin zurück. Man solle die Äußerungen des Präsidenten nicht zu wörtlich nehmen, sagte Mick Mulvaney. "Ich glaube, was der Präsident sagen wollte, ist, dass Puerto Rico einen Weg aus dem Schuldenproblem finden muss." Daraufhin erholte sich der Kurs der Staatsbonds wieder etwas.

Ein Schuldenschnitt oder Zahlungsausfall könnte viele Sparer in den USA treffen. Laut dem Beratungsunternehmen Puerto Rico Clearinghouse werden nur 25 Prozent der Schuldverschreibungen von großen Hedgefonds gehalten. Der Rest liegt in den Portfolios von Privatpersonen oder kleinen Fonds, wie die Firmenchefin Cate Long sagte.

Schuldenlast Puerto Ricos liegt bei rund 64 Milliarden Euro

Puerto Rico steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Insgesamt liegt die Schuldenlast bei rund 70 Milliarden US-Dollar (rund 64 Milliarden Euro), hinzu kommen ungedeckte Pensionsansprüche. Washington hat die Insel bereits unter Finanzaufsicht gestellt.

Als selbstverwaltetes Außengebiet kann sich die Karibikinsel nicht nach US-Insolvenzrecht für pleite erklären, wie es beispielsweise die Stadt Detroit getan hat. In einer Art Konkursverfahren sollen die Verbindlichkeiten nun restrukturiert werden.

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(ujo)

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