Sturmtief "Xavier" wütet in Deutschland - mehrere Todesopfer

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XAVIER
Sturmtief "Xavier" wütet in Deutschland - mehrere Todesopfer | dpa
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  • Das Sturmtief "Xavier" fegt derzeit über Norddeutschland hinweg und sorgt dort für ein Verkehrschaos
  • In Hamburg hat die Feuerwehr die Menschen aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, in Berlin hat sie den Ausnahmezustand ausgerufen
  • Deutschlandweit gab es mindestens sieben Todesopfer

Sturmtief "Xavier" hat den Bahnverkehr in Norddeutschland am Donnerstag komplett lahmgelegt. Zudem kamen bisher vier Menschen ums Leben.

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Brandenburg und Berlin sowie den S-Bahnverkehr in Hamburg und Berlin zeitweise ein. Auch die Strecken von Berlin nach Hannover und von Berlin nach Hamburg waren von einer Sperrung betroffen.

Man wolle damit vermeiden, dass Züge auf offener Strecke liegenbleiben, teilte ein Bahnsprecher in Berlin mit.

Hamburger sollen zu Hause bleiben

Auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume hatten zuvor einen durchgehenden Bahnverkehr unmöglich gemacht. Auf offener Strecke befindliche Züge versuchten, noch den nächsten Bahnhof zu erreichen.

In Hamburg forderte die Feuerwehr die Bevölkerung dazu auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Sie twitterte: "Warnung für Hamburg. Halten Sie sich aktuell nicht im Freien auf, bleiben Sie im geschützten Bereich."

In der Hansestadt hat es eine Tote geben. Dort wurde eine Frau von einem Baum erschlagen, der auf ihr Auto fiel, wie ein Feuerwehrsprecher erklärte. Fünf weitere Menschen starben in Brandenburg und Berlin. In Neu-Karstädt in Mecklenburg-Vorpommern wurde zudem ein LKW-Fahrer von einem umstürzenden Baum erfasst.

Warnung vor orkanartigen Böen

In der Hansestadt wie auch in etlichen anderen Städten in Norddeutschland musste die Feuerwehr ausrücken, um Menschen zu befreien und die Straßen von umgestürzten Bäumen freizuräumen.

Aber auch in Berlin tobt der Sturm. Die dortige Feuerwehr hat am Nachmittag den "Ausnahmezustand Wetter" ausgerufen, wie sie auf Twitter schrieb.

Flugreisende mussten vor allem in Hamburg und Berlin ebenfalls Einschränkungen hinnehmen. In der Hauptstadt fiel der Flugverkehr an den beiden Flughäfen komplett aus.

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor orkanartigen Böen gewarnt. Gefährdet seien Hamburg und das Landesgebiet von Schleswig-Holstein voraussichtlich zwischen 8.00 Uhr morgens und 16.00 Uhr, teilte der Wetterdienst in Offenbach mit.

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(ujo)