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05/10/2017 20:02 CEST | Aktualisiert 05/10/2017 20:05 CEST

Allergie, Grippe oder Erkältung? So erkennt ihr, ob ihr wirklich krank seid oder nicht

  • Mit dem Herbstwetter kommen wieder die üblichen Beschwerden

  • Dabei lässt sich oft nicht unterscheiden, ob es sich um eine Erkältung, eine Grippe oder doch eine Allergie handelt

  • Im Video erklärt eine Allgemeinmedizinerin, wie ihr das unterscheiden könnt

Sobald die Blätter braun werden und das Wetter kühler und feuchter wird, kommen wieder die üblichen Beschwerden. Eine laufende Nase, Halskratzen oder Gliederschmerzen erschweren dann den Herbstalltag.

Aber handelt es sich dabei nur um eine Erkältung oder doch um eine Grippe? Auch eine Allergie lässt sich aufgrund der zahlreichen Herbstpollen nicht ausschließen.

Die Dauer der Symptome ist entscheidend

Nicola Fritz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, erklärt, wie jeder anhand der Symptome selbst unterscheiden kann.

Entscheidend sei zum einem die Dauer der Beschwerden: Während eine Erkältung oder eine Grippe in der Regel sieben bis vierzehn Tage dauere, kann eine Allergie auch länger anhalten. "Eben solange, bis keine Allergene mehr in der Luft sind”, erklärt die Münchner Ärztin.

Auch die Symptome unterscheiden sich bei allen dreien. Die klassische Erkältung sei gepaart mit wechselnden Beschwerden, wie verstopfter oder laufender Nase und Halskratzen.

"Allergien sind von äußeren Auswirkungen abhängig"

Dagegen zeichne sich eine Grippe vor allem durch den plötzlichen Beginn, Fieber, trockenem Husten und Gliederschmerzen aus. Allergien bringen oft eine juckende Nase und ständiges Niesen mit sich.

Außerdem können die Symptome hier von Tag zu Tag stark unterschiedlich sein, da der Pollenflug von äußeren Auswirkungen, wie etwa Regen, abhängig sei.

662 Menschen starben während der letzten Grippe-Saison

Jede dieser Erkrankungen ist anders zu behandeln. "Gegen die klassische Grippe, auch Influenza genannt, kann man sich impfen lassen", erklärt Fritz, "bei Erkältung oder einer Allergie ist das leider nicht der Fall".

Dass eine Grippe vor allem im hohen Alter schnell gefährlich werden kann, zeigen die Zahlen der letzten Jahre.

Laut dem Robert Koch-Institut starben in der vergangenen Grippe-Saison 662 von insgesamt 112.594 bestätigten Influenza-Fälle. Davon waren 623 aus der Altersgruppe der über 59-Jährigen.

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(mf)