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04/10/2017 17:01 CEST | Aktualisiert 05/10/2017 08:50 CEST

Zweitklässler soll seine Eltern interviewen - die Schule wusste wohl nicht, dass die Juristen sind

  • Ein Zweitklässler hat zu oft seine Hausaufgaben vergessen

  • Als Strafe sollte er seine Eltern interviewen

  • Wie oben im Video zu sehen ist, hatte die Schule mit deren Antworten aber bestimmt nicht gerechnet

Jonas geht in München in die zweite Klasse der Grundschule und hat offenbar schon öfter vergessen, seine Hausaufgaben zu erledigen.

Damit das nicht mehr vorkommt, hat er eine pädagogisch wertvolle Strafaufgabe bekommen. Er sollte seine Eltern dazu befragen, was passiert, wenn sie ihre Aufgaben bei der Arbeit nicht erledigen.

Die Lehrkraft wusste aber offenbar nicht, dass beide Eltern Juristen sind - genau genommen Richterin und Rechtsanwalt - und die Antworten somit ganz schön gewieft ausfallen würden.

"Wenn du das wissen willst, musst du bezahlen"

Die Facebook-Seite "Verwechslungsgefahr" hat das Schreiben geteilt, das der Junge ausgefüllt wieder in die Schule zurückbrachte.

Demnach stellte Jonas seinen Eltern also die Frage und die Antwort seines Vaters war schlicht "Wenn du das wissen willst, musst du bezahlen".

Die Antwort seiner Mutter darauf wiederum lautete: "Dann kommen Leute wie Papa mit allem durch."

Klingt so, als würden die Eltern wohl nicht unbedingt zusammen arbeiten.

Mehr zum Thema: Dieser Junge darf nicht in die Schule gehen - weil er SO am ersten Tag auftauchte

Durch das Internet verbreiten sich die Antworten der Eltern

Laut dem Post wurde das Foto des Schreibens mit der App Jodel aufgenommen. In dieser App ist es möglich, Beiträge - auch "Jodel" genannt - zu posten. Sie werden dann anderen "Jodlern" in einem Radius von 10 Kilometern angezeigt.

Das kann ein kurzer Text oder ein Foto sein. Diese Beiträge können von anderen Usern positiv oder negativ bewertet und kommentiert werden - auf dem Bild sieht man, dass der Post von 688 "Jodlern" für gut befunden wurde.

Die App wird hauptsächlich von Studenten benutzt.

Der nächste Elternabend wird ein Spaß

Da die Beiträge anonym sind, kann man nur erraten, ob das Foto vielleicht von der Lehrkraft selbst stammt oder von der Juristenfamilie.

Aber ähnlich wie der Hashtag auf dem Bild schon sagt: Da bekommt man doch große Vorfreude auf den Elternabend.

Mehr zum Thema: "Der Tag, an dem mein kleiner Sohn mich im Starbucks vor allen Menschen ausgezogen hat"

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(lk)

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