WIRTSCHAFT
04/10/2017 10:47 CEST | Aktualisiert 07/10/2017 09:33 CEST

Star-Unternehmerin verrät: Diese 7 Wörter sind der beste Karrieretipp, den ich je bekommen habe

  • Sara Blakely hat das milliardenschwere Unternehmen Spanx gegründet

  • Den wichtigsten Tipp ihrer Karriere hat ihr Vater ihr gegeben

  • Wie oben im Video zu sehen ist, feierte er Blakely dafür, wenn sie in etwas versagt hatte

Sara Blakely ist eine der erfolgreichsten Frauen der Welt. 2012 kürte sie das "Forbes"-Magazin zur jüngsten Self-Made-Milliardärin. Zu ihrem Wohlstand kam die Amerikanerin, als sie in ihren späten Zwanzigern das Shapewear-Unternehmen Spanx gründete.

Ihr Erfolgsgeheimnis basiert auf einem Karriere-Ratschlag, den Blakely schon in ihrer Kindheit erhielt - von ihrem Vater, wie sie dem Magazin "Fortune" verriet. Und mit Erfolg hat der auf den ersten Blick so gar nichts zu tun.

Denn ihr Vater fragte sie regelmäßig beim Abendessen: "What did you fail at this week?" ("Worin hast du diese Woche versagt?")

Doch ihr Vater hat sie dafür nicht geschimpft oder ihr gesagt, sie müsse daraus lernen. Nein, ihr Vater gab ihr ein High-Five - und feierte Blakely für ihr Scheitern. "Er ermutigte mich immer dazu, zu scheitern", sagte Blakely dem Magazin.

Nur durch das Scheitern zum Erfolg

"Mir war damals noch nicht klar, wie sehr dieser Ratschlag nicht nur meine Zukunft bestimmen würde, sondern auch meine Vorstellung vom Scheitern."

Viele Unternehmer scheuten sich, Ideen nachzuverfolgen, weil sie Angst hätten, zu versagen. Sie sei aber nicht da, wo sie heute ist, wenn sie nicht gescheitert wäre, sagte Blakely.

"Ich wollte eigentlich Anwältin werden, bin aber zwei Mal durch den Aufnahmetest für das Jurastudium gefallen." Nur dadurch sei sie einen anderen Weg gegangen - und zu der erfolgreichen Unternehmerin geworden, die sie heute ist.

Bei Fuck up Nights feiern sich Gründer für ihr Scheitern

Blakely ist nicht die einzige Gründerin, der Scheitern zum Erfolg verholfen hat. Seit 2012 gibt es weltweit die sogenannten "Fuck up Nights".

Bei den Veranstaltungen sprechen Gründer nicht über ihre Erfolgsgeschichten - sondern über ihre Misserfolge. Besonders in Deutschland sind die allerdings oft mit sehr viel Scham belegt. Das hemmt die Innovationsfreudigkeit und damit auch den Mut, etwas zu riskieren.

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Dabei ist Scheitern wichtig - besonders für Startups. Nicht nur fördert die Bereitschaft zu versagen den Mut und die Gründerkultur. Gescheiterte Unternehmen zeigen auch anderen Gründern, welches Geschäftsmodell am Markt funktioniert und welches nicht.

Scheitern ist also nicht nur für die persönliche Entwicklung wichtig - sondern auch für das Umfeld. Wir sollten endlich aufhören, uns dafür fertig zu machen. Stattdessen sollten wir uns an Blakely und ihrem Vater ein Beispiel nehmen - und uns für unser eigenes Versagen und unsere Fehler feiern.

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(lk)

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