Zehntausende feierten diese Frau für ihre intimen Fotos - jetzt ist sie ihren Job los

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  • Ein Paar hat zur Verlobung intime Fotos an einem See machen lassen
  • Auf Facebook wurden die Bilder von Stephanie und Arryn tausendfach geteilt
  • Jetzt hat Stephanies Arbeitgeber sie wegen dieser Bilder entlassen

Stephanie und Arryn haben sich zur Verlobung ein besonderes Geschenk gemacht. Bei einem intimen Fotoshooting ließen sie sich am Ufer eines Sees ablichten. Die beiden sind seit Februar verlobt, die Hochzeit soll im Februar 2019 stattfinden.

Die Bilder der beiden Amerikaner gingen um die Welt, nachdem die Fotografin Bria Terry sie auf Facebook geteilt hatte. Das Paar bekam sehr viel Zuspruch für die Bilder.

Viele Facebook-Nutzer bewunderten die beiden für ihr Selbstbewusstsein - vor allem Stephanie, die sich trotz ihrer deutlichen Kurven freizügig fotografieren ließ.

stephany arryn shooting

Foto: Wolf & Rose Photography

Die Bilder geben Stephanie großes Selbstbewusstsein

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Die Bilder wurden zwar zehntausendfach geteilt und die Reaktionen waren positiv. Stephanies Arbeitgeber, die Austin Bank Texas, war allerdings wenig begeistert von der großen Aufmerksamkeit.

Man sei "besorgt", wie viele Menschen diese Bilder sehen würden und welches Licht das auf die Firma werfen würde, hieß es von Seiten der Bank.

Stephanies Arbeitgebers zog Konsequenzen aus dem Shooting

"Sie sagten, ich sei oben ohne und das sei unangemessen", sagte Stephanie dem Onlineportal "Buzzfeed". "Die Bank verstehe sich als familienorientiertes Unternehmen."

Stephanie selbst sagte, sie habe aber eine Bikini-Hose und einen trägerlosen BH getragen wie man es für rückenfreie Kleider verwendet.

Doch jeder Verteidigungsversuch scheiterte - die Bank hatte ihre Entscheidung getroffen: Stephanie hat ihren Job verloren.

"Ich habe über ein Jahr alles für diese Firma gegeben und dann kehren sie mir den Rücken zu, wenn ich etwas Positives für mich mache - etwas, auf das ich stolz bin und mir als Frau geholfen hat", sagte sie "Buzzfeed". "Das tat weh."

Es sei in Ordnung, wenn sie der Meinung seien, dass das, was sie in ihrer Freizeit tue, ihre Firma in Gefahr bringe. "Aber es ist enttäuschend. Denn ich finde, dass Arbeit und Freizeit zwei komplett unterschiedliche Dinge sind."

Der Zeitpunkt der Entlassung ist ungünstig, denn sie und ihr Verlobter erwarten ein Kind.

Auch die Fotografin ist enttäuscht

Die Fotografin Bria Terry äußerte sich auf Facebook ebenfalls zu Stephanies Kündigung:

"Ich kann es nachvollziehen, dass die Firma alle Rechte hat jemanden zu kündigen", schreibt sie. "In Texas kannst du rechtlich immer jemanden entlassen, ohne einen Grund zu nennen - und so gesehen hat ihr Arbeitgeber nichts falsch gemacht.

Aber trotzdem wundere sie sich darüber, dass eine Firma, die behaupte, Familienwerte so sehr zu schätzen, eine Frau feuere, die in der 20. Woche schwanger sei.

"Durch die Kündigung hat sie ihre Versicherung verloren, die ohne Zweifel das Wichtigste in einer Schwangerschaft ist", schreibt die Fotografin. "Und eine Chance auf bezahlten Mutterschaftsurlaub gibt es jetzt auch nicht mehr."

Trotz dieser negativen Geschehnissen sei sie dankbar für die vielen, positiven Nachrichten, die sie und das Paar bekommen hätten. "Ich bin dankbar für Stephanie und Arryn. Wir hätten niemals erwartet, dass diese Fotos so viel Aufmerksamkeit bekommen werden."

Für das Paar waren die Bilder dennoch die richtige Entscheidung

Auch Stephanie bereut das Shooting trotz ihrer Kündigung nicht. Sie und ihr Verlobter seien nach wie vor sehr stolz auf die Fotos, sagte sie "Buzzfeed". "Arryn weiß, dass wir damit ein wichtiges Zeichen gesetzt haben und es hat mir geholfen, selbstbewusster zu werden."

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Inzwischen haben die Bilder über 68.000 Likes und wurden beinahe 86.000 mal geteilt. Viele Medien haben die Geschichte des Paares auch aufgegriffen.

Stephanie sagte: "Wir hatten die Möglichkeit, der Gesellschaft zu zeigen, dass es genug ist, selbst an sich und sein Aussehen zu glauben, um wirklich geliebt zu werden."

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(lk)