Neuer Machtkampf in der AfD: Parteichef Meuthen stellt sich gegen Gauland und Weidel

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  • In der AfD beginnt ein neuer Machtkampf
  • Parteichef Meuthen spricht sich gegen eine führende Rolle von Weidel und Gauland im Bundesvorstand aus
  • Nach dem Austritt von Frauke Petry wird es darum gehen, welche Strömung in der Partei die Oberhand gewinnt

Nach dem Rücktritt von Frauke Petry hat in der AfD hat ein neuer Machtkampf begonnen. Parteichef Jörg Meuthen hat sich gegenüber dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ dagegen ausgesprochen, den Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland eine führende Rolle im Bundesvorstand zu geben.

„Die Arbeit im Bundestag ist immens aufwendig. Wir haben viele gute Leute. Ich fände es grundsätzlich richtig, die vielen Aufgaben auf die vielen guten Leute zu verteilen“, sagt er. Für eine Trennung von Amt und Mandat „spräche Einiges“, er wolle sie aber nicht in der Satzung festschreiben.

Meuthen ist nach dem Rückzug von Frauke Petry zurzeit alleiniger Parteivorsitzender – und Chef der Landtagsfraktion in Stuttgart.

Nach dem Austritt von Frauke Petry wird es darum gehen, welche Strömung mehr Einfluss erlangen wird: die wirtschaftsliberal-wertkonservative um Weidel oder die völkisch-soziale um den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke.

"Ich glaube an unser Projekt"

Weidel möchte ihre Position sichern, Gauland strebt schon aus Altersgründen nicht an die Parteispitze. Der AfD-Senior unterstützt aber Meuthen und hat Höcke kürzlich als Teil der „Seele der Partei“ bezeichnet.

Meuthen sieht das laufende Parteiausschlussverfahren gegen Höcke nicht als Hindernis für dessen Kandidatur an: „Jedes Parteimitglied kann für den Bundesvorstand kandidieren“, sagte er. „Ich glaube an unser Projekt, dazu gehören auch unterschiedliche Positionen innerhalb der Partei.“

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