Als ein Journalist Gauland fragt, was für ihn "spezifisch deutsch" ist, gerät der ins Straucheln

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  • AfD-Fraktionschef Gauland gibt sich gerne als Verteidiger der deutschen Leitkultur
  • Als ihn ein US-Journalist jetzt fragte, was für ihn "spezifisch deutsche Kultur" sei, gerät der Politiker ins Straucheln
  • Es sei schwierig, dies kurz zu erklären, sagte er

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland nahm kürzlich einen Aufsatz der Bundesintegrationsbeauftragten Aydan Özoğuz er kürzlich zum Anlass, die "Entsorgung" der SPD-Politikerin in Anatolien zu fordern.

Der Anlass: Sie hatte im "Tagesspiegel" geschrieben, deutsche Identität sei vielfältig. Eine "spezifisch deutsche Kultur ist jenseits der Sprache schlicht nicht identifizierbar". Der rechtskonservative AfD-Mann tobte.

Ein Journalist des US-Politikmagazins "The Atlantic" wollte nun im Gegenzug von Gauland wissen, was für ihn "spezifisch deutsche Kultur" sei. Der AfD-Spitzenkandidat war auf die Frage offenbar nicht vorbereitet und geriet ins Straucheln.

"Es gibt Bach und Goethe und Händel, es gibt Thomas Mann."

Es sei schwierig, dies kurz zu erklären, sagte er. Dann begann Gauland, große Namen aus der deutschen Kultur aufzuzählen: "Es gibt Bach und Goethe und Händel, es gibt Thomas Mann."

Und weiter: "Es gibt deutsche Traditionen, es gibt deutsches Essen, es ist gibt deutsche Geschichte." Weiter erzählte Gauland, dass die Menschen in Hamburg eine andere Identität hätten als in München.

Was genau das spezifisch Deutsche an dem Aufgezählten ist, konnte er allerdings nicht erklären.

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