Wie ihr im Winter Fahrrad fahren könnt - mit diesen 5 Tipps gelingt's

Hannibal Hanschke / Reuters
Fahrradfahrer überquert in Berlin die Straße

  • Auch im Winter ist es möglich, mit dem Fahrrad zu fahren

  • Dafür solltet ihr einige Verbesserungen am Fahrrad vornehmen

  • Am Wichtigsten sind bessere Reifen, eine gute Beleuchtung und vorsichtige Fahrweise

Bei den meisten Leuten wandert das Fahrrad in den Keller, sobald die erste Schneeflocke vom Himmel fällt. Dabei lässt sich auch weiterhin hervorragend mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, solange Schnee und Eis nicht allzu heftig sind.

Ihr werdet sehen, es lohnt sich durchzuhalten. Denn zum einen stärkt die Bewegung an der kalten Luft euer Immunsystem und zum anderen müsst ihr euch morgens nicht mit Tausenden anderen in stickige, überheizte U-Bahnen quetschen.

Dafür solltet ihr nur fünf Tipps berücksichtigen.

1. Reifen rutschfest machen

Das größte Problem im Winter sind die von Schnee und Eis bedeckten Straßen. Um zu verhindern, auf der glatten und nassen Oberfläche auszurutschen, gibt es sogenannte Spikes für Fahrräder. Die Reifen mit wesentlich stärkerem Profil sorgen für einen besseren Griff des Fahrrads.

Eine weitere Möglichkeit für bessere Stabilität sind Slipnot-Ketten. Diese montiert man ähnlich wie beim Auto über die Fahrradreifen und sorgt damit für eine bessere Traktion des Fahrrads.

Euer Fahrrad lässt sich auch wintertauglicher machen, ohne Geld auszugeben. Sollten euch neue Reifen zu teuer sein, könnt ihr zumindest den Luftdruck eurer Reifen verringern. Dadurch erreicht ihr mehr Halt auf der Straße.

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2. Besser sichtbar sein

Im Winter fahrt ihr aufgrund der langen Nächte häufig im Dunkeln und müsst deshalb für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.

Dabei solltet ihr euch nicht auf euren Seitenläufer-Dynamo verlassen. Dieser rutscht auf nassen Reifen durch und das Licht funktioniert nicht.

Stattdessen könnt ihr einen Nabendynamo verwenden. Das ist ein Wechselstromgenerator, der durch einen Permanentmagneten elektrischen Strom erzeugt und witterungsunabhängig funktioniert.

Wem ein Umrüsten zu teuer ist, kann auch auf herkömmliche batteriebetriebene Lichtquellen setzen. Außerdem ist es wichtig, Reflektoren am Reifen zu montieren. Auch helle und reflektierende Kleidung schadet nicht.

3. Besserer Sitz

Widmet beim Winter-Check auch eurem Sitz ein bisschen Zeit - und spendiert ihm einen Sattelüberzug. Wie die Internetseite "utopia.de" feststellt, schützt dieser den Sitz vor Nässe, Kälte und Rissen. Wenn ihr zudem auf einen warmen Sattel wert legt, könnt ihr euch auch ein Kunstfellüberzug zulegen.

Es außerdem ist sinnvoll, den Sattel niedriger einzustellen. Dadurch könnt ihr euch bei unerwartetem Bremsen schneller auf den Beinen abstützen.

4. Vorsichtig fahren

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub empfiehlt, im Winter auch die eigene Fahrweise anzupassen. Dazu gehört, das Tempo zu reduzieren und einen größeren Abstand zu halten.

Der Bremsweg ist im Winter wesentlich länger, da einerseits die Reifen auf der rutschigen Straße nicht genug haften und andererseits die Bremsen durch die häufig nassen Felgen weniger Reibung haben.

Außerdem solltet ihr euch in Kurven auf das Fahrrad konzentrieren und währenddessen weder treten noch bremsen. Ansonsten könnte das Fahrrad durch ruckartige Bewegungen ins Rutschen geraten.

Dasselbe gilt auch bei Glatteis.

5. Das Fahrrad regelmäßig prüfen

Vor jeder Fahrt solltet ihr Lichter und Bremsen testen und das Fahrrad häufiger als im Sommer putzen. Außerdem ist es wichtig, die Ketten regelmäßig zu reinigen und zu ölen. Sie leidet am meisten unter Nässe und Schmutz.

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(cho)