Technik, die unter die Haut geht: Smarte Tattoos

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Diese junge Dame könnte vielleicht schon bald smarte Tattoos stechen

Willkommen in der Zukunft: Wissenschaftler der renommierten Harvard Universität und des MIT haben smarte Tattoo-Tinte entwickelt. Wie die meisten Wearables - Smartwatches, Halsketten und Co. - kann die Tinte anzeigen, wie es um die Gesundheit eines Menschen steht. Wechselt ein mit der Tinte gestochenes Tattoo die Farbe, zeigt es beispielsweise an, dass ein Sportler dehydriert ist oder dass der Blutzuckerspiegel eines Diabetikers angestiegen ist.

Biosensoren bei der Arbeit

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"Wir haben uns gedacht: 'Neue Technologien... Was ist der nächste Schritt nach Wearables?'", erzählt Ali Yetisen von der Harvard Medical School. "Also sind wir auf die Idee gekommen, Biosensoren mit der Haut zu verbinden." Den Tattoos könne nicht der Akku ausgehen und auch eine Datenverbindung werde nicht benötigt. Basierend auf der chemischen Zusammensetzung der Interstitialflüssigkeit des Körpers ändern die Tattoos ihre Farbe. Steigt der Blutzuckerspiegel wird die entwickelte grüne Tinte beispielsweise braun. Ein Youtube-Video zeigt, wie das derzeit genau aussieht.

Noch sei die Technologie aber nicht marktreif. Sobald letzte Fehler behoben seien, könne sich Yetisen zahlreiche Anwendungsgebiete vorstellen, darunter das Beobachten chronischer Krankheiten. Auch temporäre Tattoos bei wieder abklingenden Erkrankungen seien denkbar. Es sei sogar möglich, unsichtbare Tinte zu verwenden, die nur unter bestimmten Lichtquellen, wie zum Beispiel mit Hilfe einer Smartphone-App, gesehen werden kann.

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