LKA-Chef sucht 28 Jahre nach seiner vermissten Schwester - jetzt hat er ihre Leiche gefunden

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WOLFGANG SIELAFF
Der ehemalige Polizist Wolfgang Sielaff hat das Skelett seiner toten Schwester gefunden | ullstein bild via Getty Images
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  • Ein Polizist hat 28 Jahre nach seiner vermissten Schwester gesucht
  • Nun fand er ihr Skelett
  • Sogar der Täter konnte durch ermittelt werden

Die Suche hat nun ein Ende. Fast drei Jahrzehnte nach ihrem mysteriösen Verschwinden hat die Polizei das Skelett von Birgit M. gefunden. Brisant: Sie war die Schwester des ehemaligen Chefs des Hamburger Landeskriminalamtes (LKA) Wolfgang Sielaff.

Laut der "Bild-Zeitung" verschwand die damals 41-jährige Unternehmergattin am 15. August 1989 unter ungeklärten Umständen aus ihrem Haus bei Lüneburg.

Zu der Zeit war ihr Bruder Wolfgang Sielaff LKA-Chef. Auch er beschäftigte sich mit dem Fall - konnte ihn bis zuletzt aber nicht lösen.

Im Fokus stand zuerst der von Birgit M. getrennt lebende Ehemann, später der Friedhofsgärtner Kurt Werner W., ein Bekannter des Opfers. Nachweisen ließ sich die Tat jedoch nicht.

Sielaff ist für die Aufklärung des Falles verantwortlich

Zu verdanken ist die Aufklärung des Falles nun Sielaff selbst.

Auf Drängen des heute 75-Jährigen rollte die Lüneburger Polizei den Fall vor rund zwei Jahren erneut auf. Und wieder stand Kurt Werner W. im Visier.

Dank moderner Untersuchungsmethoden konnte die DNA von Birgit M. anhand einer Blutspur an Handfesseln festgestellt werden, die damals beim Friedhofsgärtner sichergestellt wurden.

Skelett wird unter der Garage des Mörders gefunden

Bei der Aushebung der Bodenplatte von Kurt Werner W.s ehemaliger Garage, stieß die Polizei auf ein Skelett. Anhand des Zahnschemas konnte bestätigt werden, dass es sich bei den sterblichen Überresten um Birgit M. handelt.

Allerdings hat die Tat für den Mörder keine Konsequenzen. Er hatte sich bereits 1993 im Gefängnis das Leben genommen, als er dort wegen eines anderen Falles in Untersuchungshaft saß.

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(mf)

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