Vor Wahl in Österreich: Kanzlerkandidat Kurz hetzt offen gegen Ausländer - und erntet deutliche Kritik

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  • Der ÖVP-Kanzlerkandidat Sebastian Kurz hetzt gegen Ausländer
  • Auf Facebook schreibt er, viele Wiener würden umziehen wollen, weil sie sich fremd in der eigenen Stadt fühlten
  • Für seine Stimmungsmache erntet Kurz jetzt viel Kritik

Rund zwei Wochen vor der Nationalratswahl in Österreich macht Sebastian Kurz , Kanzlerkandidat der ÖVP, Stimmung gegen Ausländer und Flüchtlinge.

Auf seiner Facebookseite schreibt er: "Ich habe in Wien mit vielen Menschen gesprochen, die zu mir gesagt haben, dass sie überlegen, ob sie nicht umziehen sollten, weil sie sich mittlerweile in ihrer eigenen Gasse schon etwas fremd fühlen.“

Für seine Aussage bekommt Kurz mächtig Gegenwind: So ärgerte sich vor allem der Wiener Bürgermeister Michael Häupl von der SPÖ über Kurz‘ Äußerung.

"So etwas Dummes habe ich noch nie gehört", sagt Wiens Bürgermeister Michael Häupl

Der Austria Presseagentur sagte er: "So etwas Dummes habe ich noch nie gehört.“ Wien sei ein attraktiver Wohnort und würde stetig wachsen, so der Bürgermeister.

Und die Wiener Sozialstadträtin Sandra Frauenberger nannte es eine "Mär“, dass viele Flüchtlinge aus anderen Bundesländern nach Wien kämen, um dort von den höheren Sozialleistungen zu profitieren.

Die Zahl der zugezogenen Flüchtlinge belaufe sich in diesem Jahr auf 6377. Gegenüber der Zeitung "Kurier“ sagte Frauenberger: "Von einer Explosion kann keine Rede sein.“

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(jg)

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