"Ich bin nicht so stolz auf sie": So mies wird Trumps "vergessene Tochter" Tiffany behandelt

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TIFFANY TRUMP
Trump: "Bin nicht so stolz auf sie" | Gary Cameron / Reuters
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  • US-Präsident Trump schwärmt gerne von Tochter Ivanka - über Tiffany aber schweigt er meistens
  • Die Gründe dafür sind vielfältig - unter anderem ist ihr Freund ein Unterstützer Hillary Clintons

Sie ist die Tochter von Donald Trump und nach einem Schmuck-Geschäft benannt - allein deshalb hat Tiffany Trump unser Mitleid verdient.

Aber als wäre das nicht schon schlimm genug, bezeichnen die US-Medien die 23-Jährige auch noch als "die vergessene Tochter", "die geheimnisvolle Tochter" oder "das schwarze Schaf" - wenn sie überhaupt einmal über sie berichten.

Denn während ihre Halb-Schwester Ivanka omnipräsent ist, dringt über Tiffany kaum etwas an die Öffentlichkeit - offenbar nicht ohne Grund. Ihr fehlt ein Teil des Glamours, den Ivanka Trump für viele Amerikaner in den USA verkörpert - denn Tiffany gilt als Außenseiterin.

Sie ist die einzige Tochter, die Trump mit seiner zweiten Ehefrau, dem ehemaligen Model Marla Maples, hat.

Tiffanys Mutter: "Bester Sex, den ich jemals hatte"

Maples versucht in den USA gerade krampfhaft, ihren Prominenten-Status aufrecht zu erhalten - zum Beispiel, indem sie an Sendungen wie "Dancing with the Stars", dem amerikanischen Pendant zu "Let's Dance", teilnimmt.

Schon die Umstände, unter denen ihre Tochter Tiffany auf die Welt kam, lassen sich als, sagen wir mal, unglücklich bezeichnen. Donald Trump soll seine damalige Ehefrau Ivana mit Maples betrogen haben - und Tiffanys Mutter dachte gar nicht daran, sich deshalb in Schweigen zu hüllen.

"Es war der beste Sex, den ich jemals hatte", verkündete sie der Tageszeitung "New York Post"freimütig - einen Tag später war es die Schlagzeile des Tages. Die Geschichte ging in den USA als "The Donald Story" in die Annalen ein.

Trump liebte sie bis zur dritten Ehefrau

Trump schien Maples Redseligkeit nichts auszumachen, ganz im Gegenteil. Wenig später heirateten die beiden und blieben zusammen, bis Trump seine dritte Ehefrau fand: Melania. Tiffany war bei der Scheidung fünf Jahre alt.

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"Meine Mutter hat mich wie eine Alleinerziehende großgezogen", erzählte sie in der "Oprah Winfrey Show". Tiffany wuchs in Kalifornien auf, weit entfernt vom Rest des Trump-Clans in New York.

Zu ihrem Vater Donald Trump scheint sie keine besonders enge Beziehung zu haben. Zwar betonte auch Tiffany in Interviews während des Wahlkampfes, dass er "ein liebender Vater" sei - außerhalb des Wahlkampfes aber ließ sie anderes verlauten.

"Ich weiß gar nicht, wie es ist, eine richtige Vater-Figur zu haben. Er ist nicht der Typ Vater, der mit dir an den Strand oder schwimmen geht", sagte sie dem "Dujour-Magazin".

Mehr zum Thema: Auch ihre Fans sind am Boden zerstört: Warum Melania Trump jetzt wirklich Mitleid verdient hat

Trump selbst spricht in der Öffentlichkeit lieber über seine anderen Kinder als über Tiffany. Bei TV-Auftritten war sie im Gegensatz zu seinen anderen Kindern meistens nicht dabei. Es gibt sogar Gerüchte, dass ihre älteren Geschwister versuchen, Tiffany das Erbe streitig zu machen, das sie irgendwann einmal bekommen wird.

Dem Fernsehsender "Fox News" sagte Trump einmal: "Auf Tiffany bin ich in geringerem Maße stolz als auf meine anderen Kinder, sie ist ja gerade erst aus dem College gekommen."

Bei Fashion-Shows will niemand neben Tiffany sitzen

In der Öffentlichkeit wird Tiffany geradezu gemobbt. Bei der diesjährigen New York Fashion Week im Februar wollte niemand neben ihr sitzen.

Und das, obwohl sie in der Front Row saß - in der ersten Reihe, um die sich normalerweise alle reißen. Außer es sitzt eine Trump dort.

Damals nahm Whoopi Goldberg die Trump-Tochter öffentlich in Schutz und sagte im Fernsehen: "Weißt du was Tiffany, nächstes Mal setze ich mich einfach neben dich."

An die Zuschauer gewandt sagte Goldberg: "Sie will doch nicht über ihren Vater oder Politik sprechen, sie schaut sich einfach nur Mode an."

Auch in ihrer eigenen Familie dürfte Tiffany sich derzeit nicht beliebter machen. Ihr aktueller Freund Ross Mecanich teilt nicht die politischen Ansichten ihres Vaters Donald Trump. Er ist Demokrat und hat Hillary Clinton gewählt, wie ein öffentliches Wähler-Verzeichnis laut US-Medienoffengelegt hat.

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Aber ein Blick auf Tiffanys Instagram-Account zeigt: Tiffany spielt nicht die leidende Außenseiterin. Stattdessen wirken die posenden Bilder eher, als versuche sie ebenso viel Aufmerksamkeit wie Schwester Ivanka zu erregen.

A fearless woman looks a challenge dead in the eye, and gives it a wink.

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Sogar bei dem Instagram-Account "The Rich Kids of Instagram" macht Tiffany mit. Dort protzen reiche Kinder mit dem Geld ihrer Eltern.

Doch: "Als wir einen Shoot hatten, kam Tiffany zu spät, weil sie noch an einer Hausarbeit geschrieben hat", sagte die Leiterin des Accounts, Carson Griffith, dem "Dujour-Magazin". "Sie stellt sich wie ein Party-Girl oder Model dar, aber eigentlich will sie etwas Ernsthaftes machen."

Derzeit studiert Tiffany Jura. Welche Karriere sie tatsächlich anstrebt, wird sich zeigen. Fest steht aber: Bis dahin wird es Tiffany nicht leicht haben - weder in ihrer Familie noch in der Öffentlichkeit.

Der Mode-Designer Philipp Plein hat nach seiner Fashion-Show in New York - bei der erneut niemand neben Tiffany sitzen wollte - einen Appell. Der Online-Zeitung "TMZ" sagte er: "Es ist nicht richtig, jemanden respektlos zu behandeln, nur weil sie die Tochter von jemandem ist, den ihr nicht mögt."

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(lk)

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