POLITIK
28/09/2017 12:36 CEST | Aktualisiert 28/09/2017 12:40 CEST

Bei diesem Erlebnis mit seiner Tochter Malia konnte Obama die Tränen nicht zurückhalten

Yuri Gripas / Reuters
Barack Obama und seine Tochter Malia an ihrem Geburtstag im Jahr 2016

  • Obamas älteste Tochter hat im August ihr Studium an der Harvard Universität begonnen

  • Der Tag war für den Ex-US-Präsidenten sehr emotional, wie er jetzt zugab

  • In einer Rede sprach Obama erstmals über das Erlebnis

Barack Obama hat ein privates Erlebnis mit der Öffentlichkeit geteilt, das seine Sympathiepunkte bei vielen Menschen noch deutlich vermehren dürfte - vor allem bei Eltern.

In einer Rede am vergangenen Montag bei der Beau Biden Foundation for the Protection of Children gab er zu, dass er am Tag, als seine Tochter ihr Studium begann, seine Tränen nicht habe zurückhalten können.

Die Veranstaltung fand zu Ehren des Sohnes seines ehemaligen Stellvertreters Joe Biden statt. Beau Biden starb 2015 an einem Hirntumor. Die Stiftung, die nach ihm benannt wurde, setzt sich für den Kampf gegen Kindesmisshandlung ein.

"Jeder, der eine Tochter hat, weiß, wie schnell die Zeit vergeht"

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Joe Biden bat Obama auf die Bühne und nannte ihn einen "großartigen Freund".

In seiner Rede sprach Obama liebevoll über Beau und dessen Eltern, Joe und Jill Biden. Aber auch seine eigenen Töchter erwähnte er und betonte, wie dankbar er für jeden einzelnen Moment mit ihnen sei.

"Jeder, der eine Tochter hat, weiß, wie schnell die Zeit vergeht", sagte der Ex-Präsident. "Nachdem ich Malia zum College gebracht habe, sagte ich zu Joe und Jill [Biden], dass es sich anfühlte wie eine Operation am offenen Herzen."

"Ich war stolz darauf, nicht vor meiner Tochter geweint zu haben"

Als Obama ins Weiße Haus einzog, war seine älteste Tochter 10 Jahre alt. Inzwischen ist Malia 19 und hat im August ihr erstes Semester an der Harvard Universität begonnen.

"Ich war stolz, dass ich nicht vor meiner Tochter in Tränen ausbrach", sagte der Ex-Präsident. Doch auf dem Rückweg habe er sich nicht mehr zurückhalten können: "Die Herren vom Secret Service starrten stur geradeaus und taten so, als könnte man nicht hören, wie ich schniefte und meine Nase putzte. Das war hart."

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Es sind die kleinen Dinge im Leben

In Harvard haben auch Obama und seine Frau Michelle selbst schon Jura studiert. Trotz der Versicherung ihres Vaters, sie müsse nicht an einer berühmten Universität studieren, um eine gute Ausbildung zu bekommen, entschied sich Malia ebenfalls für die Universität.

Am diesem Tag habe er etwas Wichtiges begriffen, sagte Obama: "Es ist eine Erinnerung daran, dass es egal ist, was wir am Ende unseres Lebens erreicht haben - woran wir uns erinnern werden, sind die glücklichen Momente, die wir mit unseren Kinder erleben - und hoffentlich, sehr viel später, auch mit unseren Enkeln."

Es seien die einfachen Dinge, die zählen. "Ihre Hand halten, sie schaukeln zu sehen, ihnen zuhören, was in der Schule passiert ist."

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Barack Obama und seine Tochter Malia an ihrem Geburtstag, 2009; Bild: Getty

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lk)

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