"In die Fresse": So erklärt SPD-Fraktionschefin Nahles ihre Pöbel-Aussage

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  • Die neu gewählte SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat am Mittwoch gegen die Union gepöbelt
  • Später verteidigte sie ihren "In-die-Fresse"-Kommentar in den ARD-"Tagesthemen"
  • Den Ausschnitt aus der Sendung seht ihr im Video oben

Kaum war Andrea Nahles zur neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD gewählt packte sie schon den verbalen Vorschlaghammer aus.

Als sie am Mittwoch gefragt wurde, wie sie die letzte Kabinettssitzung als Arbeitsministerin empfunden habe, sagte Nahles wörtlich: "Ein bisschen wehmütig, aber ab morgen kriegen sie in die Fresse."

Eine durchaus deftige Wortwahl.

"Die Kollegen der Union haben gelacht"

Aber das schien die Sozialdemokratin offenbar nicht zu stören. In den Medien und bei Nahles' Kollegen in der Politik gab es einen Aufschrei.

Am Abend sprach dann Moderator Ingo Zamperoni mit Nahles in den ARD-"Tagesthemen" über ihren "In-die-Fresse"-Kommentar. Nahles verteidigte ihren Ausspruch und ließ erkennen, dass sie zu ihren Worten steht.

"Ich hab am Rande des Kabinetts einen Spruch gemacht und die Kolleginnen und Kollegen der CDU/CSU haben darüber gelacht. Also, ich glaube, das ist klar als Scherz erkennbar.“

Na dann könnten ja witzige Zeiten im Parlament auf uns zukommen.

Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen

Nahles sprach aber auch noch über ihren künftigen Job und über einen möglichen Linksruck der SPD.

Den wies die amtierende Arbeitsministerin von sich: "Mehr von der einen oder anderen Himmelsrichtung, ich glaube, das ist nicht die Antwort für unser Land und das ist auch nicht die Antwort für meine Partei".

Eine künftig engere Zusammenarbeit und mögliche Machtoption mit der Linken, schloss sie aber nicht aus. Man sei gesprächsbereit, so Nahles.

Wichtig sei für die Partei zunächst einmal, die Bundestagswahlergebnis zu verarbeiten und Konsequenzen daraus zu ziehen.

Mehr zum Thema: Neu gewählte SPD-Fraktionschefin Nahles pöbelt gegen Union: "Kriegen in die Fresse"

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(ben)

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