5 Alltagshelden, die wir uns alle zum Vorbild nehmen sollten

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Ohne ehrenamtliche Hilfe wäre Deutschland ärmer. Oft sind es bereits die kleinen Projekte in der Nachbarschaft, die direkt etwas bewirken. Die Alltagshelden, die diese Projekte auf die Beine stellen, halten sich dabei häufig bescheiden im Hintergrund – und das, obwohl wir uns alle ein Beispiel an ihnen nehmen können. Gemeinsam mit der Deutschen Fernsehlotterie stellen wir deshalb fünf Alltagshelden und ihre Initiativen vor.

Viele Menschen würden gerne etwas für andere tun, wissen aber nicht so genau, wie sie es angehen sollen. Unsere Alltagshelden haben es einfach gemacht. Wir möchten sie und ihre Arbeit deshalb vorstellen und so auch andere zu mehr Engagement motivieren. Die Projekte, in denen sie sich engagieren, verfolgen ganz unterschiedliche Ansätze und Ziele – und doch haben die Ehrenamtler alle eines gemeinsam: Sie bringen ihre Fähigkeiten und Interessen zum Wohle anderer ein und sind damit echte Vorbilder.

Klauspeter Nill

klauspeter nill

Zweimal in der Woche ist Klauspeter Nill für das Projekt „Kleine Entdecker“ des Freiwilligenzentrums Augsburg in verschiedenen Kindergärten in Augsburg unterwegs. Im Gepäck hat er dann jeweils alles, um den Kleinen Naturwissenschaft spielerisch näher zu bringen. Sein Ansporn: Das Interesse in den Kindern möglichst früh zu wecken. Dafür denkt sich der Rentner immer neue Experimente aus. Mit Erfolg: Die Kids warten immer schon sehnsüchtig auf ihn. Und auch er bekommt eine Menge zurück: „Ich beschäftige mich sehr gern mit kleinen Kindern. Meine beiden Enkel sind in Fernost. Da treffe ich im Kindergarten sozusagen meine Ersatzenkel.“ Dabei ist Ehrenamt für ihn eigentlich ein falscher Begriff. „Das hat mit „Ehre“ überhaupt nichts zu tun. Eher mit Erfüllung, oder Beschäftigung, oder damit, etwas aus der Zeit machen, die man zur Verfügung hat.“

Laura Schöler

laura schöler

Laura Schöler (l.) und eine weitere „Mobilitea“-Helferin bereiten den Tee zu.

Seit 2015 steht Laura Schöler mit ihrem mobilen Teecafé immer dienstags auf dem Wochenmarkt im Essener Stadtteil Katernberg und verbindet mit dem Heißgetränk Menschen. Das Konzept: Alteingesessene Essener und Flüchtlinge kommen zum Teekränzchen zusammen und lernen sich in ungezwungener Atmosphäre kennen. Jede Woche stellt „Mobilitea“ dabei die Teekultur eines anderen Landes vor. Das Konzept für das mobile Tee-Café, inklusive Logo, Flyer und mobiler Möbel, arbeitete Laura Schöler im Rahmen ihrer Bachelorarbeit in Design aus. „Ich wollte einen Ort zwischen Nachbarschaft und Flüchtlingseinrichtung schaffen, der aber nicht schreit ‚Hier sind Flüchtlinge‘, sondern einfach nur dazu einlädt zusammenzukommen – egal für wen“, erklärt sie. In Zukunft möchte Laura Schöler auch spontan losfahren und mit Mobilitea noch mehr Menschen zusammenbringen.

Dr. Dirk Ostermann

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Das Zahnmobil Hannover bietet denjenigen zahnmedizinische Hilfe, die es sich nicht leisten können. „Ich behandle bedürftige Patienten, die in der Regel ohne Versicherungsschutz sind, meistens obdachlos, und die sich nicht in eine normale Arztpraxis hineintrauen“, erzählt Dr. Dirk Ostermann. Das Zahnmobil-Team fährt dabei verschiedene feste Orte an und behandelt kostenlos. Für Ostermann stellte sich die Frage: Wie und wo kann ich meine Kompetenzen am besten in die Waagschale werfen? „Irgendwo Kuchen backen und verkaufen kann ich nicht gut“, sagt er. Für ihn ist es auch wichtig, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben und so nebenbei auch den Ruf der Zahnmediziner zu verbessern. Doch über allem steht der Wunsch zu helfen. „Mir macht der Beruf Spaß, ich mach das gern. Wir haben ein tolles Team. Und ich kriege dort, wie in meiner Praxis, sehr viel Dankbarkeit zurück. Das motiviert mich, ganz klar.“

Lisa Thaens

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Lisa Thaens (l.) hat das Projekt „Über den Tellerrand kochen“ gegründet.

Wenn „Über den Tellerand kochen“ einlädt, dürfen sich die Besucher auf Spezialitäten aus aller Welt freuen. Das Ziel: Flüchtlinge und Einheimische zusammenzubringen. Integration fördern mit Essen – statt nur mit Deutschkursen. 2013 starte alles als ein Uni-Projekt, bei dem sich Studenten am Berliner Oranienplatz zu Flüchtlingen setzten und einfach fragten, ob man nicht gemeinsam etwas kochen wolle. Gründungsmitglied Lisa Thaelens erinnert sich: „Die Flüchtlinge waren begeistert, Kochen erinnert schließlich an die Heimat – und gemeinsam essen verbindet.“ Mittlerweile ist aus der Gruppe ein Verein geworden, die Konzepte werden bundesweit an über 30 Standorten umgesetzt und die Bemühungen weiter ausgebaut. Finanziert wird alles mit den Einnahmen aus Kochbuch-Verkäufen, Kochkursen und Caterings. Das Ziel ist aber das gleiche geblieben: Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen zu bringen und so die Entstehung einer offenen und toleranten Gesellschaft aktiv zu fördern.

Hardy Herbe

hardy herbe

Jeden Dienstag verschenkt Hardy Herbe etwas sehr Wertvolles: seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Im Mannheimer Projekt „Troubadoure“ ist er seit der Gründung 2006 aktiv. „Ich sehe meine Aufgabe darin, den Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern“, sagt er. Dafür besucht er regelmäßig kranke und ältere Menschen in Pflegeheimen. Das Projekt ist angelehnt an das Konzept des mittelalterlichen Troubadours, die als Dichter, Komponisten oder Sänger für Unterhaltung sorgten. Doch Hardy Herbe und seine Mitstreiter bewirken oft viel mehr als das. Sie bieten Menschen in schwierigen und belastenden Situationen einen Halt und etwas, worauf sie sich freuen können. So verhelfen sie zu mehr Lebensfreude und bekommen auch viel zurück, wie Hardy Herbe erklärt: „Menschen etwas Gutes zu tun, erfüllt mich mit innerer Zufriedenheit. Zumal ich meine Tätigkeit nicht als Arbeit empfinde, sondern als Geschenk.“

Eine Bühne für Alltagshelden

Die Arbeit der Alltagshelden stärkt unsere Gesellschaft – und verdient daher unsere Anerkennung. Auf du-bist-ein-gewinn.de bietet die Deutsche Fernsehlotterie den engagierten Menschen eine Bühne. Auf der Seite erfährst du, wo und wie sich Helfer vor Ort einbringen, was sie bei ihrem Engagement antreibt und wie du selbst Gutes tun kannst. Die Deutsche Fernsehlotterie setzt sich seit über 60 Jahren für ein besseres Miteinander in unserem Land ein. Sie ermöglicht es Menschen, anderen zu helfen, um so das Gemeinwesen zu festigen.

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