Nach der Wahlniederlage eines Republikaners zeigt Trump, dass er ein schlechter Verlierer ist

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TRUMP
US-Präsident Donald Trump gesteht nicht gerne Fehler ein | GETTY / TWITTER
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  • US-Präsident Donald Trump hat bei den Senatsvorwahlen den Republikaner Luther Strange unterstützt
  • Strange verlor - und Trump löschte Tweets über ihn

Der Mann mit dem wortwörtlich seltsamen Namen hat verloren. Luther Strange unterlag am Dienstag bei den Senatsvorwahlen der Republikaner in Alabama dem erzkonservativen Republikaner Roy Moore. Und dass, obwohl US-Präsident Donald Trump Strange offiziell unterstützt hat.

Noch am Dienstag hatte Trump über seinen Kandidaten getwittert. Strange schieße in den Umfragen nach oben, dank seiner Hilfe.

Strange allerdings verlor krachend, er erhielt 10 Prozentpunkte weniger als sein Konkurrent Moore. Was machte Trump? Der löschte kurzerhand seine Tweets.

Der US-Blog ProPublica trackt gelöschte Tweets von Politikern und machte die Nachrichten von Trump wieder öffentlich:

War Trump die Niederlage von Strange peinlich?

Hat Trump einen Fehler gemacht?

Womöglich ist Trumps Löschaktion auch ein Hinweis darauf, dass der US-Präsident von Strange nie wirklich überzeugt war. Bei einer Rede in Alabama plauderte Trump aus, dass es vielleicht ein Fehler gewesen sei, Strange zu unterstützen. Der war nämlich der Kandidat des Parteikerns der Republikaner.

Moore dagegen ist erzkonservativ - und ein ideologischer Feuerbrand. Zu seinen Unterstützern zählte auch der Scharfmacher und Ex-Berater von Trump, Stephen Bannon.

Moore hatte das Rennen zwischen Strange und ihm zur Abstimmung über den republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, erhoben. McConnell und Strange seien Teil des "Sumpfes" in Washington, so Moores Botschaft.

Trumps gelöschte Tweets sind noch aus einem weiteren Grund problematisch. Die US-Organisation Citizens for Responsibility and Ethics in Washington hat Trump verklagt: Denn die Präsidenten-Tweets würden zu den offiziellen Aufzeichnungen des Weißen Hauses gehören, ihre Löschung sei daher illegal.

Mehr zum Thema: Von Elton John bis zu Gewaltvideo: Trump tobt sich mit wirrer Twitter-Tirade aus

Dieser Artikel erschien zuerst auf der US-Ausgabe der HuffPost und wurde von Leonhard Landes übersetzt und ergänzt.

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(ujo)

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