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27/09/2017 15:37 CEST | Aktualisiert 27/09/2017 20:45 CEST

Neu gewählte SPD-Fraktionschefin Nahles pöbelt gegen Union: "Kriegen in die Fresse"

  • Am Mittwoch ist Andrea Nahles zur neuen SPD-Fraktionschefin gewählt worden

  • Schon wenige Stunden später sorgte sie für einen Eklat - und pöbelte gegen die Union

  • Was Nahles gesagt hat, seht ihr auch im Video oben

Die amtierende Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles war gerade erst zur neuen SPD-Fraktionschefin gewählt worden - da sorgte sie schon für einen Eklat.

Auf die Frage, wie sie die letzte Kabinettssitzung als Arbeitsministerin empfunden habe, sagte Nahles wörtlich: "Ein bisschen wehmütig, aber ab morgen kriegen sie in die Fresse." Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Offenbar hatte die SPD-Politikerin keine Bedenken wegen ihrer deftigen Wortwahl, obwohl Journalisten das Statement aufnahmen. Die Äußerung fiel nach der SPD-Fraktionssitzung und war im Fernsehen nicht zu sehen.

Die heftigen Worte zeigen: Nahles möchte offensichtlich das Profil der SPD in der Opposition schärfen.

Wird das der neue Tonfall der Sozialdemokraten gegenüber der CDU/CSU?

Erst am Tag zuvor hatte der SPD-Politiker Johannes Kahrs mit seiner Wortwahl für Aufsehen gesorgt. In einem Fernseh-Interview nannte er die neu in den Bundestag gewählten AfD-Abgeordneten einen "Haufen rechtsradikaler Arschlöcher".

Die Ämter der Bundesminister und der Kanzlerin enden erst mit der ersten Sitzung des neuen Bundestags am 22. Oktober. Danach sind sie weiter geschäftsführend im Amt, bis ein neuer Kanzler gewählt ist. Noch-Ministerin Nahles wird sich dann weiter mit den früheren Koalitionspartnern arrangieren müssen.

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