Dieser Fluss lockt Touristen an - aber er birgt eine tödliche Gefahr

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  • Der Río Tinto ist ein Fluss in Andalusien im Südwesten Spaniens
  • Schon auf dem ersten Blick fällt auf, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Fluss handelt
  • Weshalb der Fluss rot gefärbt ist und welche Gefahren von ihm ausgehen, seht ihr im Video oben

Der Río Tinto, auf deutsch “Roter Fluss", fließt durch Andalusien im Südwesten Spaniens. Schon auf dem ersten Blick fällt auf, dass die Namensgebung auf die Flussfarbe zurückzuführen ist.

Sämtliche Rottöne sind in dem Flusswasser zu sehen, von Kaminrot über Rostrot bis hin zu Blutrot. Die signifikante Färbung des Wassers kommt durch die Verwitterung sulfidischer Schwermetallminerale der dort vorkommenden Erzlagerstätte.

Gefördert wurden dort vor allem Kupfer, Eisen und Mangan, aber auch Gold und Silber. Nachdem die Produktion 1930 ihren Höhepunkt erreicht hatte, ging sie in den darauffolgenden Jahrzehnten zurück und endete zwischen 1986 und 1996. Die verwitterten Sulfidminerale gelangen dann über Niederschlagswasser in den Fluss und verleihen ihm sein ungewöhnliches Äußeres.

Die rote Färbung signalisiert, dass es keine gute Idee wäre, darin zu baden

Doch so faszinierend der Río Tinto auch aussieht, so signalisiert die rote Färbung auch, dass es keine gute Idee wäre, darin zu baden.

Denn der Río Tinto ist mit seinem niedrigen Ph-Wert von zwei sehr sauer, was dazu führt, dass nur acidophile (säureliebende) Mikroorganismen in ihm leben können. In Deutschland ist für Badeseen ein Ph-Wert von sechs bis neun zulässig. Dabei ist die Skala so definiert, dass pro ganzer Zahl der Säureanteil jeweils um den Faktor 10 zunimmt. Somit enthält der Río Tinto 1000 Mal mehr Säure als zulässig wäre.

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(lm)

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