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27/09/2017 21:31 CEST | Aktualisiert 28/09/2017 09:13 CEST

Berliner Polizei hat Drogen-Spritzen ungesichert verschickt - nun sorgt ein internes Schreiben für Wirbel

sanjeri via Getty Images
Berliner Polizei hat Drogen-Spritzen ungesichert verschickt - nun sorgt ein internes Schreiben für Wirbel

  • Ein internes Schreiben der Berliner Polizei offenbart den laxen Umgang einiger Beamten mit sichergestellten Spritzen

  • Diese wurden in normalen Briefen versandt - was bisher mindestens zu einer Hepatitis-Infektion führte

Eine interne Mitarbeiterinformation der Berliner Polizei sorgt derzeit für Aufsehen. Der brisante Inhalt: Unter der Überschrift "Gefährliche Dienstpost" warnt die Behörde vor Spritzen, die mit Hepatitis infiziert und in normalen Umschlägen verschickt worden seien. Das berichtet die "Berliner Morgenpost".

Demnach sollen die Beamter die Spritzen, die beispielsweise von der Drogenfahndung sichergestellt worden, in normalen Briefen versandt haben. "In der Vergangenheit gab es folgenschwere Hepatitis-C-Infektionen im Kollegenkreis, da übersandte Spritzen unsachgemäß verpackt wurden", zitiert die "Berliner Morgenpost" aus dem Schreiben.

Bei Hepatitis C entzündet sich die Leber, die Infektion kann unter Umständen durchaus schwere und chronische Verläufe nehmen.

Mindestens ein Beamter steckte sich an

Eigentlich sollen die beschlagnahmten Spritzen nur in besonderen Behältnissen verschickt werden - was offenbar in einer "handvoll Fällen übers Jahr" nicht passierte, wie Polizeisprecher Winfried Wenzel im Gespräch mit RBB24 zugab.

Unklar ist, wie viele Polizisten sich bisher angesteckt haben. Laut Wenzel soll es in letzter Zeit zumindest einen Fall gegeben haben, bei dem sich der Mitarbeiter mit Hepatitis C infizierte. Der Mann soll mittlerweile wieder gesund sein.

Ziel der Mitteilung sei gewesen, die Beamten für die fachgerechte Verpackung zu sensibilisieren und auf die besonderen Richtlinien hinzuweisen, die es für das Verschicken von benutzten Spritzen gebe. Bereits im Mai habe es ein vergleichbares Schreiben gegeben.

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(ll)