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27/09/2017 16:23 CEST | Aktualisiert 27/09/2017 19:39 CEST

8 Angewohnheiten von Paaren, die ein erfülltes Sexleben haben

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"Was Paaren hilft, eine langanhaltende, sexuelle Verbindung aufzubauen, sind intensive Gespräche."

  • Was ist das Geheimnis von Paaren, die auch nach vielen Jahren ein erfülltes Sexleben haben

  • Die HuffPost hat mit mehreren Experten über diese Frage gesprochen

  • Sie glauben, dass einige Angewohnheiten eine entscheidende Rolle spielen

Manchmal ist es im Leben stressig - und da kann es schon mal passieren, dass Sex in einer Beziehung hintenanstehen muss.

Wenn der Sex aber immer seltener wird, kann das sehr frustrierend werden und das Paar endet vielleicht sogar in einer komplett sexlosen Beziehung.

Was ist das Geheimnis von Paaren, die schon über viele Jahre zusammen sind und es trotzdem schaffen, Sex als Priorität zu sehen?

Die HuffPost hat verschiedene Sexualtherapeuten und Experten befragt, was Paare gemeinsam haben, die glücklich sind und ein erfülltes Sexleben haben.

1. Die Paare haben einen Termin für Sex

"Die meisten Paare denken, dass man Probleme hat, wenn man Sex planen muss. Sie wollen lieber spontanen, natürlichen Sex. Das wäre wünschenswert, aber das Leben macht einem oft einen Strich durch die Rechnung.

Sex ist oft eines der ersten Dinge, die auf der Strecke bleiben, wenn das gemeinsame Leben stressig wird. Paare, die sich eine bestimmte Zeit für Sex einteilen, verstehen intuitiv, wie wichtig Sex in einer Beziehung ist - sie schätzen die Vorteile, psychisch und körperlich.

Paare, die ihren Sex planen, vermitteln sich gegenseitig eine wichtige Botschaft: "Du bist wichtig für mich, unser Sexleben ist wichtig für mich. Ich schätze meine (und deine) sexuelle Befriedigung wert."

Und um eines klar zu stellen: Nur weil der Sex geplant ist, heißt das nicht, dass er langweilig und eintönig sein muss - es gibt immer neue Sachen zum Ausprobieren.

Die Partner können abwechselnd neue Stellungen vorschlagen, Rollenspiele einbringen oder Fantasien ausleben." - Kimberly Resnick Anderson, Sexualtherapeutin

Mehr zum Thema: Diese Frage wird Sexualtherapeuten am häufigsten gestellt - und das antworten sie

2. Sie können offen miteinander über Sex sprechen

"Paare in sexuell erfüllten Beziehungen wissen, was den anderen erregt und was nicht, was sich gut anfühlt und wann der andere in der richtigen Stimmung ist.

Sie können offen über Fantasien reden, ohne Angst haben zu müssen, vom anderen verurteilt zu werden. In einer starken Beziehung sollte man immer seine sexuellen Wünsche mit dem Partner austauschen können.

Auch während des Sex merken die Paare, was dem jeweils anderen gut tut. Genau so wissen sie aber auch, dass sie im Bett anders miteinander sprechen können, als sie es außerhalb des Schlafzimmers tun." -Ian Kerner, Sexualtherapeut und Autor

3. Sie verstehen, wie wichtig Zweisamkeit ist

"Diese Paare wissen, dass guter Sex nicht einfach so passiert - man muss gemeinsam daran arbeiten. Jede Beziehung muss gepflegt werden, innerhalb und außerhalb des Schlafzimmers. Natürlich sind wir alle mit unserem Leben beschäftigt, aber die Beziehung - genau so wie das Sexleben - darf nicht vernachlässigt werden.

Daher ist es wichtig, die gemeinsame Zeit zu schätzen. Handy weglegen, Fernseher ausmachen, einfach die Zeit gemeinsam verbringen. Es ist wichtig, gemeinsam auszugehen, sich für den anderen schick zu machen und sich gegenseitig zu verführen." ― Vanessa Marin, Sexualtherapeutin und Gründerin der "Finishing School", einem Online-Orgasmus-Kurs für Frauen

4. Sie wissen, was den anderen erregt

"Was Paaren hilft, eine langanhaltende, sexuelle Verbindung aufzubauen, sind intensive Gespräche. Sie helfen zu verstehen, was den anderen erregt - nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Was will dein Partner? Romantik oder lieber Dominanz oder unterworfen werden?

Wenn jeder in der Beziehung aufmerksam bleibt, was die Turn-Ons des anderen betrifft und dem Partner diese Befriedigung geben will, kann sich der Sex nur verbessern. Wir nennen das eine Gastrolle im 'heißesten Film' des anderen haben.

So bekommt jeder den Sex, den er sich wünscht. Natürlich ist es dabei wichtig, sich abzuwechseln und Brücken zu den Vorlieben des anderen zu schlagen." - Celeste Hirschman, Sex-Expertin und Autorin von "Making Love Real"

Mehr zum Thema: Sextherapeuten verraten: Diese 6 Irrtümer halten Paare davon ab, wirklich guten Sex zu haben

5. Sie lachen gemeinsam - auch im Bett

"Das mag merkwürdig klingen, aber Lachen ist ein starkes Aphrodisiakum. Wenn Paare zusammen lachen, gehen sie generell in ihrer Beziehung meist spielerischer miteinander um und genießen ihre Zweisamkeit mehr. Lachen im Bett (nicht über sondern miteinander) ist ein Zeichen der Ungezwungenheit - das löst positive Gefühle aus.

Wenn ein Paar schon länger nicht mehr richtig miteinander gelacht hat, kann es sein, dass eine negative Grundstimmung entsteht.

Das passiert besonders dann, wenn die Achtung und Zuneigung dem anderen gegenüber schwindet und die Verbitterung alles überschattet.

Ein ähnlicher Humor und gemeinsame Witze lösen die Freigabe von Endorphinen aus, die glücklich machen. Außerdem reduziert Lachen die Ausschüttung von Stresshormonen im Körper. Das entspannt die Paare und lässt sie offener miteinander umgehen." ― Kimberly Resnick Anderson

6. Sie lassen den Funken überspringen - jeden Tag

"Die Paare behalten sexuelle Spannung in ihrem Leben. Sie schaffen Vorfreude, indem sie miteinander sexten, über Sex reden und hier und da rumknutschen - auch wenn sie keine Zeit für Sex haben." ― Danielle Harel, Sex-Expertin und Autorin von "Making Love Real"

7. Das Schlafzimmer wird nur für zwei Dinge benutzt: Schlaf und Sex

"Ich habe einmal mit einem älteren Pärchen gearbeitet, das vor 40 Jahren eine Regel eingeführt hat. Sie reden niemals über die Arbeit im Schlafzimmer. Es gab eine Nacht, in der die Frau nicht aufhören konnte, über ein Problem auf der Arbeit zu reden.

Ihr Mann zog sich den Morgenmantel an, setze Kaffee auf und sagte seine Frau, dass sie nach unten kommen soll, um darüber zu reden. Genau das haben sie gemacht - später sind sie wieder gemeinsam ins Bett und waren zufrieden miteinander. Das mag vielleicht etwas versteift klingen, aber ich kann das Konzept nur unterstützen.

Ich sehe oft bei jüngeren Paaren, dass sie so sehr mit ihren täglichen Problemen beschäftigt sind, dass sie zu viele Dinge zu nah an sich ranlassen. Ich versuche ihnen beizubringen, wie man Intimität schaffen und beibehalten kann.

Das heißt, dass sie sich mehr auf Berührungen und liebevolle Gesten konzentrieren sollen, anstatt nur zu reden oder miteinander zu schreiben." ― Douglas C. Brooks, Sexualtherapeut

Mehr zum Thema: Studie: Es gibt eine Sache, die Sex für Männer und Frauen besser macht

8. Sie erwarten keine Perfektion

"In meiner Praxis treffe ich so viele Paare, die umbedingt gemeinsamen Sex haben wollen, der aussieht, als wäre er aus einem Film.

Die Realität ist aber anders: Sex ist peinlich! Du fällst bei einer Stellung plötzlich um. Du stotterst beim Dirty Talk. Du stichst deinem Partner aus Versehen ins Auge.

Paare, die das mit Humor nehmen und darüber lachen können, sind längerfristig viel glücklicher als die, die sich wegen jeder Kleinigkeit schämen." ― Vanessa Marin

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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