"Star Trek: Discovery": Deshalb lohnt sich die neue Serie

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Nicht nur bei "The Walking Dead" eine Draufgängerin: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham in "Star Trek: Discovery"

Während sich hier in Deutschland die Menschen immer noch über das Wahlergebnis wundern, ist zumindest rund 240 Jahre in der Zukunft die heimische Welt in Ordnung. Alle Menschen der Erde und zahlreiche außerirdische Völker haben sich zur Föderation zusammengeschlossen. Dieser intergalaktische Schmelztiegel der Kulturen und Spezies ist in "Star Trek: Discovery" auch an Bord der USS Shenzou zu beobachten, wo die kesse erste Offizierin Michael Burnham (Sonequa Martin-Green, 32) hervorsticht.

Ganz recht, zu Beginn der neuen Serie aus dem "Star Trek"-Universum, die ab heute in Deutschland über Netflix gestreamt werden kann, fallen zwei Dinge auf: Hauptfigur ist diesmal nicht der Kapitän, sondern die vom Ex-"The Walking Dead"-Star verkörperte Burnham - und das titelgebende Raumschiff Discovery taucht in der ersten Episode noch nicht einmal auf. Ganz im Gegensatz zu tollen Effekten, einer stimmungsvollen Prämisse und in Person des spindeldürren, hochgewachsenen Kelpianers namens Saru (Doug Jones) ein potenzieller neuer Liebling der Trekkies...

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Kalter Klingonen-Krieg

Die Besatzung der USS Shenzou unter der Leitung von Kapitänin Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) staunt nicht schlecht, als sie eine defekte Sonde inspizieren soll. Denn unmittelbar daneben wabert ein seltsames Störfeld durchs All. Als sich die tollkühne Offizierin Burnham in einen Raumanzug wirft und sich das unbekannte Objekt näher ansieht, traut sie ihren Augen nicht. Ein Klingone taucht plötzlich vor ihr auf - das erste Exemplar des kriegerischen Volkes, das seit über 100 Jahren im Hoheitsgebiet der Föderation gesichtet wurde. Droht aus dem kalten Krieg mit den Klingonen etwa ein heißer zu werden?

Stimmungsvoller Auftakt

Im Serien-Bereich hat sich viel getan, seit die letzte "Star Trek"-Show vor rund 10 Jahren unter dem Titel "Enterprise" abstürzte. Wohl auch deshalb orientiert sich "Discovery" an der Hochglanz-Optik der neuen Reboot-Filme des Franchise, auch wenn sie thematisch nichts mit ihnen gemein hat. Denn "Discovery" findet in der alten Zeitlinie statt und spielt ziemlich genau zehn Jahre bevor ein gewisser James T. Kirk (William Shatner, 86) in fremde Galaxien vordringt.

Fazit:

Dass in "Star Trek: Discovery" einiges an Geld geflossen ist, zeigen schöne Kulissen, aufwendige Masken und nicht zuletzt namhafte Schauspieler. Schon nach den ersten 45 Minuten wird deutlich, dass die Serie neue Wege beschreiten will, ohne der übergoßen Vorlage untreu zu werden. Auf die Discovery selbst sowie auf das berühmteste Cast-Mitglied der Serie, Jason Isaacs ("Harry Potter"), lässt einen die erste Folge noch warten. Selbstredend genauso wie auf eine definitive Aussage, ob "Star Trek: Discovery" auf lange Sicht wird überzeugen können. Der erste Eindruck jedenfalls macht wieder Lust auf eine wöchentliche Reise durch die unendlichen Weiten des Weltalls.

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