"Sie bringt die Neonazis in die Parlamente": Scharfe Kritik an Merkel von Ostbeauftragter Gleicke

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MERKEL
Ist Angela Merkel Schuld am Aufstieg der AfD? | dpa
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  • Hat Angela Merkel Mitschuld am Erstarken der AfD in Deutschland?
  • Iris Gleicke, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, hat darauf eine klare Antwort

Eine Million Wähler sind von der Union zur AfD gewandert. So viele, wie von keiner anderen Partei.

Hinzu kommt das Feindbild Merkel: Von diesem hat die AfD massiv profitiert, in Sachsen wurde die Partei vor der CDU stärkste Kraft. Das glaubt auch Iris Gleicke, die Ostbeauftragte der Bundesregierung.

Die SPD-Politikerin sagte in Richtung von Angela Merkel der "Berliner Zeitung", was Deutschland jetzt "definitiv nicht mehr braucht, ist eine Politik des Nichtstuns und des Einlullens mit der Raute in der Flagge.“

Gielke: "Letztlich bringt es die Neonazis in die Parlamente"

Gielke empörte sich, Merkels Politik sei vielleicht taktisch clever und kurzfristig erfolgreich - "aber letztlich bringt es die Neonazis in die Parlamente und die Demokratie aus den Fugen."

Allgemein findet Gielke den Erfolg der AfD im Osten - besonders in ihrer Heimat Südthüringen - "fürchterlich". Gleichzeitig warnt sie davor, den Osten vorzuverurteilen: "Alle, die jetzt wegen der AfD-Erfolge im Osten Zeter und Mordio schreien, muss man daran erinnern, dass die AfD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr mal eben satte 15 Prozent eingefahren hat.“

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