John McCain erhält "sehr schlechte Prognose"

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US-Senator John McCain setzt sich weiterhin für das Wohl seines Landes ein

US-Politiker John McCain (81) offenbarte bereits im Juli, dass bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert wurde. Bei dem Senator von Arizona wurde ein Glioblastom entdeckt. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Hirntumor, der ihm umgehend entfernt wurde. Nun hat sich der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner erstmals ausführlich zu seiner Diagnose und den Überlebenschancen geäußert. Im Gespräch mit dem amerikanischen Nachrichtenmagazin "60 Minutes", das beim US-Sender CBS ausgestrahlt wird, sagte McCain am gestrigen Sonntag, dass er mit einer "sehr schlechten Prognose" konfrontiert wurde.

"Manche sagen drei Prozent, manche sagen 14 Prozent", berichtete der 81-Jährige über die Aussagen seiner Ärzte. Der US-Senator habe bereits die erste Runde der Chemotherapie hinter sich gebracht und bleibt trotz der niederschmetternden Aussichten zuversichtlich. Er sagte seinen Ärzten, er werde kämpfen und alles versuchen, was möglich sei. "Und gleichzeitig feiern wir mit Dankbarkeit ein erfülltes Leben", so McCain.

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Zurück bei der Arbeit

Der Republikaner lässt sich von seiner Krankheit nicht unterkriegen. Kurz nach der OP nahm er seine Arbeit wieder auf. Zuletzt sorgte er für Aufsehen, da er sich gegen das Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump (71) stellte, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama (56), die unter Obamacare bekannt ist, abzuschaffen. Er könne nicht mit gutem Gewissen für ein solches Vorhaben stimmen, erklärte McCain - und zog den Twitter-Zorn von Trump auf sich.

John McCain zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Politikern der USA. Über Parteigrenzen hinweg genießt er großen Respekt.

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