Donald Trump wollte Hillary Clinton dafür einsperren - nun hat Ivanka Trump eine E-Mail-Affäre am Hals

Veröffentlicht: Aktualisiert:
IVANKA
Dafür wollte Trump Hillary Clinton einsperren - nun hat Ivanka Trump eine E-Mail-Affäre am Hals | GETTY
Drucken
  • Das Weiße Haus hat jetzt seine eigene E-Mail-Affäre: Mehrere Trump-Berater sollen für dienstliche E-Mails private Accounts genutzt haben
  • Davon betroffen sind auch Trumps Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner
  • Trump hält dagegen seiner ehemaligen Konkurrentin Hillary Clinton immer noch deren E-Mail-Skandal vor

Fast täglich hat Donald Trump im Wahlkampf gegen seine ehemalige Konkurrentin Hillary Clinton gewettert. "Sperrt sie ein", riefen seine Anhänger dann - und Trump versprach genau das zu tun.

Denn Clinton hatte als US-Außenministerin für ihre E-Mails einen privaten Server genutzt. Das FBI untersuchte die Angelegenheit, stellte jedoch fast, dass Clinton sich nicht strafbar gemacht habe.

Nun berichtet die "New York Times": Mindestens sechs Berater von Donald Trump sollen private E-Mail-Konten genutzt haben, um Angelegenheiten des Weißen Hauses zu diskutieren. Darunter: Trumps Tocher Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner.

Die Mitarbeiter verhalten sich nicht illegal

Regierungsmitarbeiter hätten die Nutzung der privaten Konten aber als sporadisch beschrieben. Die US-Tageszeitung beruft sich bei ihrem Bericht auf Regierungsquellen.

Ein Anwalt Kushners hatte zuvor bereits bestätigt, dass der 36-Jährige von Januar bis August dienstliche E-Mails auch über einen persönlichen Account laufen ließ.

Mitarbeiter der US-Regierung sind eigentlich dazu verpflichtet, ihre offiziellen Konten zu nutzen, damit es Aufzeichnungen über ihre Kommunikation gibt.

Das Verhalten von Trumps Mitarbeitern ist jedoch nicht illegal, so lange sie Nachrichten von privaten Adressen an ihre dienstlichen weiterleiten.

Noch immer wettert Trump gegen Clinton

Die Enthüllungen sorgten für Wirbel in den USA. Der Umgang der Republikaner und vor allem von Trump mit dem E-Mail-Skandal von Clinton ist nicht vergessen. Im Wahlkampf hatten die Republikaner die Fehltritte der demokratischen Konkurrentin förmlich ausgeschlachtet.

Noch immer hält Trump Clinton die E-Mail-Affäre vor. Wie zuletzt in einem Tweet Anfang des Monats.

Zwischen den beiden Fällen gebe es aber bedeutende Unterschiede, berichtet die "New York Times":

So habe Clinton ihren privaten Server genutzt, um vertrauliche Informationen zu speichern. Sie habe zudem ausschließlich den privaten Account verwendet und es habe sich um tausende E-Mails gehandelt.

Dennoch: Die Enthüllung der "New York Times" entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Mehr zum Thema: Diese 5 Wikileaks-E-Mails zeigen, was für ein Monster Hillary Clinton ist

Mit Material der dpa.

Mehr über Donald Trumps Chaos-Präsidentschaft:

Was alle wissen sollten, die glauben, dass Donald Trump bald des Amtes enthoben wird
Trump profitiert von der starken US-Wirtschaft - doch diese 6 Fakten sollten dem US-Präsidenten Sorge bereiten
Trump ist eine Zumutung. Aber was nach ihm kommen könnte, wäre noch schlimmer
Donald Trump will die USA spalten - mit dieser perfiden Taktik will er sein Ziel erreichen
Sonderermittler Robert Mueller: 5 Dinge, die ihr über den Mann wissen solltet, der Donald Trump zu Fall bringen könnte

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(lm)

Korrektur anregen