Zu viel Sendezeit für AfD? ARD-Chefredakteur schießt nach Herrmanns Wutrede zurück

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  • In der "Elefantenrunde" machte CSU-Politiker Joachim Herrmann die öffentlich-rechtlichen Sender für den Erfolg der AfD verantwortlich
  • ARD-Chefredakteur Rainald Becker schießt jetzt zurück
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

ARD-Chefredakteur Rainald Becker ist auf den Vorwurf von CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann eingegangen und hat den Umgang der Öffentlich-Rechtlichen mit der AfD verteidigt. Man habe lediglich die Themen und Argumente abgebildet, die die Parteien selbst in den Vordergrund gestellt hätten.

Wörtlich sagte Becker: "Den Wahlkampf führen immer noch die Parteien und nicht das öffentlich-rechtliche Fernsehen.“
CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann war gestern in der "Berliner Runde“ der Kragen geplatzt.

20 Minuten vor Schluss polterte der sichtlich genervte Herrmann:

"Die Hälfte der Sendezeit [beschäftigt sich] nur mit der AfD. Das ist ein völliger Unfug. Und da kann ich Ihnen nur sagen, und darüber wird in den nächsten Wochen auch zu diskutieren sein, in welchem Ausmaß die öffentlich-rechtlichen Sender in den letzten Wochen massiv dazu beigetragen haben, in der Tat nicht die AfD kleinzumachen, sondern großzumachen.“

Auch das ZDF verteidigte sich gegen die Kritik. Der Sender habe über alle relevanten Ereignisse, Akteure und Entwicklungen der Parteien berichtet – auch die der AfD.

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(jg)

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