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25/09/2017 14:52 CEST | Aktualisiert 25/09/2017 14:52 CEST

AfD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern spaltet sich auf

dpa
AfD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern spaltet sich auf

  • Vier AfD-Abgeordnete des mecklenburg-vorpommerschen Landtags haben ihre Fraktion verlassen -

    und eine neue gegründet

  • Grund seien Differenzen über die Positionierung der Partei

Einen Tag nach der Bundestagswahl hat sich die Landtagsfraktion der AfD in Mecklenburg-Vorpommern gespalten.

Vier der 18 Abgeordneten haben am Montag eine neue Fraktion mit dem Namen "Bürger für Mecklenburg-Vorpommern" (BMV) gegründet, wie Fraktionsgeschäftsführer und Pressesprecher Christian Hirsch in Schwerin erklärte. Zuvor seien sie aus der AfD-Fraktion ausgetreten.

Ob die Entscheidung mit der fast zeitgleichen Ankündigung der AfD-Bundeschefin Frauke Petry zusammenhängt, der Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen, war zunächst nicht klar. Die Abtrünnigen wollten ihre Entscheidung am Montagmittag auf einer Pressekonferenz erläutern.

"Für fortwährende Radikalisierung stehen wir nicht bereit"

Laut einem Bericht der "Ostsee-Zeitung" handelt es sich bei den vier Abgeordneten um Mathias Manthei (Anklam), Bernhard Wildt (Rügen), Ralf Borsche (Stralsund) und Christel Weißig (Rostock).

"Für eine fortwährende Radikalisierung mit kompromissloser Außenseiter-Positionierung stehen wir dagegen nicht zur Verfügung", heiße es in einer Begründung der vier AfD-Politiker. Sie wollten allerdings das Wirken der Partei weiterhin unterstütze.

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern reagierte überrascht auf die Ankündigung. "Ich finde es sehr schade, eine Spaltung ist immer eine Schwächung", zitiert die "Ostsee-Zeitung" den Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Volker Schnurrbusch.

Mit Material der dpa.

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