Als Petry den Raum verlässt: Über den irren Blick des AfD-Pressesprechers diskutiert das Netz

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  • AfD-Chefin Frauke Petry will nicht Mitglied der Fraktion ihrer Partei im Bundestag sein
  • Während die Politikerin ihre Entscheidung verkündete, schien vor allem AfD-Pressesprecher Christian Lüth geschockt

Ein Paukenschlag am frühen Morgen. AfD-Chefin Frauke Petry will nicht Teil der Fraktion ihrer Partei im Bundestag sein. Damit geht die Spaltung in der AfD weiter - nur wenige Stunden, nachdem die Partei als drittstärkste Kraft in das Bundesparlament eingezogen war.

Für Beobachter wie auch für die Partei selbst kam die Entscheidung Petrys überraschend. Sinnbild dafür: Die Reaktion von AfD-Pressesprecher Christian Lüth.

Er zuckte zusammenzufahren, die Augen schienen fast aus den Höhlen zu rutschen, als er realisierte, was Petry da gesagt hatte: "Nach langer Überlegung habe ich entschieden, dass ich nicht der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag angehören werde."

Netz amüsiert sich

Das Internet amüsiert sich nun über die Szene - steht es doch sinnbildlich für den derzeitigen Zoff in der Partei. "Herrlich: der Gesichtsausdruck von AfD-Pressesprecher Lüth", schreibt NDR-Journalist Sebastian Friedrich.

Auch "The Times"-Korrespondent David Charter amüsierte sich über den "unbezahlbaren" Gesichtsausdruck.

Einige Nutzer fühlten sich sofort an die legendäre Pressekonferenz der 1990er-Jahre-Popgruppe Tic Tac Toe erinnert - deren Ende in einem öffentlich Zoff zwischen den drei Bandmitgliedern besiegelt wurde.

Petry streitet und hadert mit ihrer Partei

Der Hintergrund des PK-Eklats: Vor der gemeinsamen Pressekonferenz mit den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland in Berlin hatte Co-Vorsitzender Jörg Meuthen Petry heftig attackiert.

Dass sie sich zuletzt in öffentlichen Äußerungen wiederholt von den beiden Spitzenkandidaten distanziert habe, sei "wenig hilfreich" gewesen und "nicht hinnehmbar", sagte er am Montag in Berlin.

Die AfD hatte am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erhalten und stellt 94 Abgeordnete des nächsten Bundestags. Sie bildet damit die drittgrößte Fraktion im Parlament. Petry konnte in ihrem sächsischen Wahlkreis ein Direktmandat erringen.

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(ll)

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