Wahlbenachrichtigung verloren: Was ihr zur Bundestagswahl benötigt

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Die Adresse eures Wahllokals steht in der Wahlbenachrichtigung. | dpa
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  • Am Sonntag ist Bundestagswahl
  • Wahlberechtigte brauchen einen Ausweis, eine Benachrichtigung aber nicht unbedingt
  • Was ihr noch wissen müsst

Am Sonntag ist es soweit - Deutschland wählt am 24. September seinen neuen Bundestag. Von acht bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben.

Die Adresse eures Wahllokals steht in der Wahlbenachrichtigung. Aber was ist, wenn ihr den Brief verlegt oder vielleicht nicht erhalten habt?

Wenn ihr zuvor nicht die Möglichkeit der Briefwahl wahrgenommen habt, könnt ihr trotzdem eure Stimme abgeben.

Was ihr ohne Wahlbenachrichtigung bedenken solltet

"Selbstverständlich kann man auch ohne Wahlbenachrichtigung das Wahllokal aufsuchen. Es besteht dann allerdings die Gefahr, zurückgewiesen zu werden, falls man nicht im Wählerverzeichnis aufgeführt ist", erklärt der Bundeswahlleiter im Internet.

Seid ihr dort aufgeführt, müsst ihr euch ausweisen. Danach erhalten die Wahlberechtigten einen Stimmzettel. Bevor man diesen in die Wahlurne einwerfen darf, prüfen Helfer, ob man im Wählerverzeichnis steht.

So wird die geheime Wahl möglich gemacht

Die Wahl ist geheim. Deshalb muss der Stimmzettel vor den Blicken anderer geschützt in einer Kabine gekennzeichnet werden. Anders als bei der Briefwahl wird der ausgefüllte Schein nicht in einen Umschlag gesteckt.

Er muss noch in der Kabine so gefaltet werden, dass die Stimmabgabe nicht erkennbar ist, wenn der Wähler ihn in die Wahlurne wirft. In der Wahlkabine darf sich immer nur eine Person aufhalten, es sei denn, jemand ist aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen auf Hilfe angewiesen.

Zudem darf hier nicht gefilmt oder fotografiert werden. Das Smartphone wird einem aber nicht abgenommen.

Bundestagswahl 2017: Alle wichtigen Ereignisse zur Wahl im Überblick in unserem Liveblog

Ein Kreuz oder zwei - beides ist möglich

Bei der Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Er kann also jeweils ein Kreuz in der linken und rechten Spalte in den dafür vorgesehenen Kreisen machen. Mit der Erststimme wird der Vertreter des eigenen Wahlkreises bestimmt. Die Zweitstimme entscheidet darüber, mit wie vielen Köpfen eine Partei später im Bundestag vertreten ist.

Auch nur ein Kreuz ist gültig. Die Entscheidung muss eindeutig erkennbar sein.

Mehr zum Thema: Bundestagswahl 2017: Das ist der Unterschied zwischen Erststimme und Zweitstimme

Ist ein Wahlzettel nicht ausgefüllt, dann ist er ungültig - ebenso wenn er Kommentare oder Kritzeleien enthält.

Sollte man seinen Stimmzettel aus Versehen ungültig gemacht oder sich "verwählt" haben, kann man sich von den Wahlhelfern einen neuen geben lassen. Der alte muss vor ihren Augen vernichtet werden.

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