Irans Parlamentspräsident vergleicht Trump mit Goebbels

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LARIJANI
Irans Parlamentspräsident vergleicht Trump mit Goebbels | Osman Orsal / Reuters
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  • Der iranische Parlamentspräsident hat die UN-Rede von US-Präsident Trump scharf kritisiert
  • Er verglich Trumps Vorgehen gar mit dem des NS-Propagandaministers Goebbels

Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat US-Präsident Donald Trump mit dem Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels verglichen.

"Angeblich verfolgt Trump mit seinen Lügereien die Goebbels-Doktrin", sagte Laridschani am Sonntag. Er bezog sich auf das Goebbels-Zitat "Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden. Dann wird sie geglaubt."

Laridschani warf Trump vor, in seiner iranfeindlichen Rede in der UN-Vollversammlung viele Lügen verbreitet zu haben, unter anderem über die Demokratie im Iran.

"Wie ein Nachtklubbesitzer"

Trumps Rhetorik erinnere mehr an einen "Nachtklubbesitzer" als an einen amerikanischen Präsidenten, sagt der im Iran einflussreiche Parlamentspräsident.

Trump lebe politisch immer noch in den siebziger Jahren, kritisierte Lardischani. Die Welt habe sich verändert, doch Trump habe das nicht mitbekommen. Der Iran sei nicht mehr das von den USA kommandierte Land, sondern ein unabhängiger Staat, der sich von niemandem etwas sagen lasse, sagte Laridschani weiter.

Der Iran hatte am Samstag erneut eine Mittelstreckenrakete getestet und den Konflikt mit den USA damit angeheizt.

US-Präsident Trump hatte den Iran in der Generaldebatte der Vereinten Nationen am Dienstag als "wirtschaftlich ausgelaugten Schurkenstaat" bezeichnet, der Gewalt exportiere und mit dem Ende des 2015 geschlossenen Atomabkommens mit der Islamischen Republik gedroht.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warnte am Samstag im Gespräch mit der HuffPost vor einem Ende des Atomabkommens. "Ein Scheitern dieses Abkommens wäre eine Katastrophe. Es ist das einzige funktionierende Abkommen dieser Art auf der Welt. Kein Land würde sich jemals wieder auf einen solchen Prozess einlassen, wenn dieses Abkommen scheitert", sagte Gabriel.

Mehr zum Thema: Donald Trump will das Iran-Abkommen aufkündigen - das wären die Folgen

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(lp)

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