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24/09/2017 13:34 CEST | Aktualisiert 24/09/2017 13:42 CEST

"Nur wer mitmacht, darf sich hinterher beschweren": So kreativ rufen Politiker und Medien zur Wahl auf

Stefanie Loos / Reuters
"Nur wer mitmacht, darf sich hinterher beschweren": So lustig rufen Politiker und Medien zur Wahl auf

  • Politiker, Journalisten und Prominente rufen am Sonntag zur Wahl auf

  • Demoskopen erwarten eine leicht höhere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren

Martin Schulz begann gut gelaunt mit einem Scherz. Der SPD-Kanzlerkandidat musste am Sonntagmorgen vor Fotografen an der Wahlurne posieren. "Ich wähle auch zweimal", witzelte er.

Eine der Fragen bei dieser Bundestagswahl ist: Wie viele Menschen werden ihre Stimme abgeben? In den vergangenen Wahlen war die Beteiligung gesunken, Demoskopen erwarten wegen der erhitzten Debatte um den wahrscheinlichen Einzug der AfD dieses Mal wieder einen leichten Anstieg der Wahlbeteiligung.

Politiker und Medien versuchen jedenfalls an diesem Sonntag mit kreativen, lustigen oder treffenden Kommentaren, mögliche Wähler zu mobilisieren.

"Wenn du eine Stimme hast"

"Ich darf leider nicht wählen", schreibt der israelische Satiriker Shahak Shapira auf Twitter. "Wenn du eine Stimme hast, solltest du sie auch in Anspruch nehmen."

Die Berliner Verkehrsgesellschaft schreibt sarkastisch - und selbstironisch: "Wählen gehen ist wie BVG fahren: Nur wer es macht, darf sich hinterher beschweren."

"Weil wählen zu dürfen ein Privileg ist", schreibt die "Tagesschau" etwas trocken.

Ein Tweet der "Tagesthemen" macht allerdings klar, was gemeint war: “Freiheit kann man wählen", heißt es da. Der Account erinnert an die DDR: "Demokratie lebt vom Mitmachen. Hier in Berlin war das vor 1 Generation noch nicht möglich. Also: wählen."

Pfarrer warnt vor Trump

Der “Junge Freiheit”-Journalist Felix Krautkrämer war mit der Sonntagspredigt seines Pfarrers offenbar nicht ganz zufrieden. Der Spruch zeigt, wie polarisiert Deutschland sein kann:

“Wenn der Pfarrer in der Kirche mahnt, heute gelte es unsere Demokratie gegen die ‘Trumps’ zu verteidigen, scheint der Untergang nah.”

Die FDP versuchte es ihren Anhängern leicht zu machen - und erstellte eine verwirrende Schautafel mit allen möglichen Entscheidungen, die es zu treffen gilt, bis man es in die Wahlkabine schafft.

Die Youtuberin Ischtar Isik freute sich angesichts so vieler Wahlaufrufe in den sozialen Netzwerken: “Hoffe, das zeigt sich bei der Wahlbeteiligung.”

Mehr zum Thema: Der AfD-Effekt: Stärkt oder schwächt eine höhere Wahlbeteiligung Rechtsradikale? Das sagen Experten

HuffPost | von Josh Groeneveld

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(ujo)

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