Gabriel spricht bei der Stimmabgabe eine düstere Vorahnung aus - Schulz sieht die Lage ganz anders

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  • Der SPD droht bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Auch Sigmar Gabriel gibt sich gegenüber Journalisten düster - Schulz dagegen optimistisch

Es sieht nicht gut aus für die SPD. In den letzten Umfragen vor der Wahl erreichten die Sozialdemokraten zwischen 21 und 22 Prozent.

Um die Ergebnisse weiß natürlich auch Außenminister Sigmar Gabriel. Am Sonntagmittag gibt er zusammen mit seiner Frau in einem Wahllokal in Goslar seine Stimme ab. Mit Blick auf seine Partei sagt der SPD-Politiker, es sehe nicht gut aus.

"Ich gebe auch gerne zwei Stimmen ab

Deutlich optimistischer zeigt sich Kanzlerkandidat Martin Schulz. Wenige Stunden nach Beginn der Bundestagswahl gibt er seine Stimme in seiner nordrhein-westfälischen Heimatstadt Würselen ab.

Er posiert für Fotografen und scherzte: "Ich gebe auch gerne zwei Stimmen ab."

"Ich bin optimistisch, dass die SPD mit einem guten Resultat aus diesem Wahlkampf herauskommt“, erklärt Schulz. "Ich glaube, auch heute am Wahltag gibt es nach wie vor Bürgerinnen und Bürger, die überlegen, was sie mit ihrer Stimme machen."

Vor dem Wahllokal macht der SPD-Kanzlerkandidat noch das Sieges-Zeichen.

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Martin Schulz vor einem Wahllokal in Würselen. Foto: dpa

Um 18 Uhr wird die erste Hochrechnung veröffentlicht, dann wissen Gabriel und Schulz - und auch Deutschland - mehr darüber, wie die SPD bei dieser Bundestagswahl abgeschnitten hat.

Tatsächlich könnte es das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten bei einer Bundestagswahl werden. 2009 schaffte die SPD nur 23 Prozent.

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