LIFESTYLE
21/09/2017 14:01 CEST | Aktualisiert 21/09/2017 16:08 CEST

"Darauf kann ich verzichten": Das ist der dreisteste Satz, den eine Frau je bei einem Date gehört hat

gradyreese via Getty Images
"Darauf kann ich verzichten": Das ist der dreisteste Satz, den eine Frau je bei einem Date gehört hat

2016-10-13-1476358049-4082604-LOGO_GER.jpg

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Refinery29.

Da ist man auf der Suche nach Liebe und landet bei einem Vollpfosten, der einfach mal gar nicht geht. Miese Dates nerven – aber geben zumindest gute Geschichten ab. Das wissen wir spätestens seit “Sex and the City“. Carrie und ihre Mädels haben sich regelmäßig beim Brunch über ihr Dating-Desaster ausgetauscht.

Es gibt ja schließlich auch nichts Besseres, als mit den besten Freundinnen bei einem Cocktail (der hilft immer!) über die schlimmsten Liebeserfahrungen aller Zeiten zu diskutieren. Denn gemeinsam zu lachen und zu leiden verbindet. Und hilft irgendwie auch dabei, das ganze Dating-Drama zu verarbeiten.

Deshalb haben wir fünf Frauen gebeten, uns von ihren schlimmsten Dates zu berichten. Ihre Erzählungen von den Albtraumverabredungen sind so herrlich unterhaltsam, dass man sich fast wünscht, dabei gewesen zu sein. Aber auch nur fast. Denn ganz ehrlich: Tauschen möchte man nun wirklich nicht.

Marion (27) aus Konstanz

Es gibt Männer, die sind einfach armselig. Und genau mit solch einem Exemplar hatte ich ein Date. Wir hatten einen Treffpunkt ausgemacht und er ist auch erschienen – allerdings nur, um mir mitzuteilen, dass er auf gar keinen Fall in das Café gehen möchte, vor dem wir standen.

Mehr zum Thema: Ich bin 88 und schlage jeden Tag Heiratsanträge aus - das habe ich allen jungen Frauen zu sagen

Das sei ihm viel zu schick, erklärte er mir. Stattdessen schlug er was anderes vor und ich ließ mich darauf ein. In seinem Auto fuhren wir zum zweiten Lokal des Abends. “Wir zahlen aber getrennt,“ stellte mein Date schon vor dem Bestellen der Getränke klar. Ich sagte nichts, war aber bedient.

Nach einer Stunde Gespräch ohne Flirt-Faktor ging's ans Bezahlen. Endlich! Und plötzlich stellte der gute Herr fest: Er hatte gar keine Brieftasche dabei. Nur Zufall oder pure Absicht? So oder so: Ich musste also seine zwei Long-Drinks und meine Cola Light bezahlen. Und statt mich zu meinem Auto zu fahren, ließ mich der Kerl laufen.

Zurück zur ersten Location, denn dort hatte ich mein Auto geparkt. Während ich also wütend marschierte, fuhr der Vollpfosten noch grinsend und winkend an mir vorbei. Zu allem Überfluss hatte ich durch den langen Fußmarsch auch noch einen Strafzettel unter der Windschutzscheibe. Bei diesem Typen habe ich mich nie wieder gemeldet!

Elke (34) aus Berlin

Es hätte alles so perfekt werden können: Ich war auf einem Date mit einem Koch und er bot mir an, beim zweiten Mal für mich zu kochen. Als er mit vollen Einkaufstüten vor meiner Tür stand, freute ich mich tierisch. Es sollte seine Spezialität geben: Risotto. Während er in der Küche brutzelte, knurrte mir der Magen.

Ich konnte kaum glauben, was für ein Glück ich hatte. Das Risotto schmeckte vorzüglich. Ich war im siebten Himmel, auch wenn der Funke zwischen ihm und mir irgendwie nicht überspringen wollte. Machte aber gar nichts, denn das Essen entschädigte für alles. Allerdings hatte er sich das Dessert dann wohl anders vorgestellt als ich. Als er mich küsste, rutschte ich weg.

Und als er fragte, ob er bei mir übernachten dürfte, war für mich der Ofen aus. Nein danke! Ich murmelte also eine Entschuldigung und brachte ihn zur Tür.

Und da geschah es dann plötzlich. Er kramte in seiner Tasche und zog einen Zettel hervor – den Kassenbon vom Einkaufen. “Bevor ich es vergesse: Ich habe 15,23 Euro bezahlt. Das heißt, ich bekomme von dir noch 7,50. Den Rest übernehme ich“, erklärte er mir großzügig, während ich ihn mit offenem Mund anstarrte.

Ich zückte mein Portemonnaie und bezahlte. Für das Essen, das er mir kochen wollte. Und wisst ihr was? Der wollte sich danach tatsächlich noch mal mit mir treffen. Doch dieser Zug war abgefahren.

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png

Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

Luise (22) aus Hamburg

Männer auf Dating-Börsen sind irgendwie komisch. Das ist zumindest die Erfahrung, die ich bisher gemacht habe. Einmal hatte ich ein Date mit einem Kerl, der im Netz total sympathisch rübergekommen ist.

Als ich ihn dann aber traf, hatte er einen fiesen sächsischen Dialekt und einer der ersten Sätze, die er zu mir sagte, war: “Als Kind hatte ich einen Wasserkopf!“

Jetzt mal ernsthaft: Wie soll man denn darauf bitte reagieren? Ich entschied mich zu grinsen und ein einsames “Oh“ hervor zu pressen. Für mich war das Date schon an diesem Punkt gelaufen. Doch Mr. Wasserkopf hatte andere Pläne.

Er teilte sein Schicksal in aller Ausführlichkeit mit mir und erwähnte seine Ex-Freundin so oft, dass ich am Ende mehr von ihr als von ihm wusste. Und das wollte in diesem Fall schon etwas heißen. Nach einer knappen Stunde schaffte ich den Absprung. “Du, ich muss leider los“, teilte ich ihm mit und nahm die Beine in die Hand. So was hatte ich zuvor auch noch nie erlebt.

Nina (30) aus Münster

Da gab es diesen Typen, den ich einfach total süß fand. Wir hatten über eine Dating-App miteinander geschrieben und als er dann plötzlich ganz unerwartet an der Tankstelle, bei der ich arbeitete, vor mir stand, wusste ich: Den willst du näher kennenlernen.

Also verabredeten wir uns auf ein Date. Und das lief tatsächlich super. Wir hatten uns was zu sagen, lachten gemeinsam – bis er plötzlich ganz ernst wurde. “Ich muss irgendwie auch ehrlich zu dir sein: Ich weiß nicht, ob ich eine Freundin habe,“ erklärte er mir.

Mehr zum Thema: Ein Mann beleidigt ein Model auf Twitter - und wird zum Gespött im Netz

Ich dachte nur: Ist das jetzt dein verfickter Ernst? Was ich aber sagte, war: “Dann solltest du dir wohl darüber klarwerden, ob du eine hast oder nicht. Und dann kannst du dich ja melden.“

Hat er danach nie wieder getan. Tja, dann hatte er wohl doch eine Freundin. Aber ganz ehrlich: Wenn er das auch mit mir gemacht hätte und dann bei anderen Weibern den gleichen Spruch gebracht hätte – darauf kann ich sehr gerne verzichten. Next!

Svenja (31) aus München

Ich liebe Tinder und bin dort sehr aktiv, allerdings kam das schlimmste Date, das ich jemals hatte, ebenfalls von dort. “Mann, ist der heiß,“ dachte ich, als ich das Bild von diesem American Guy zum ersten Mal sah. Es war zwar ein bisschen verschwommen, aber ja: Der war voll mein Typ.

Wir verabredeten uns auf einen Kaffee, den er am liebsten direkt in seiner Wohnung eingenommen hätte. Ich allerdings nicht. Also trafen wir uns auf einem Platz in der Nähe. Im strömenden Regen stieg ich aus dem Auto. Und da stand er: klitzeklein, mit Zähnen, die schon langen keinen Arzt mehr gesehen hatten und einer Mütze, die seine Halbglatze verbergen sollte.

Ich war kurz davor, direkt wieder ins Auto zu steigen. Aber das ging nicht. Er hatte mich schon gesehen. Also ging ich hin und fragte, was er machen wolle. Denn in seine Wohnung zu gehen, kam jetzt erst recht nicht mehr in Frage. Eine richtige Idee hatte er nicht. Also standen wir im Regen, während er mir von seinen Hobbys erzählte: Holz schnitzen und deutsche Geschichte.

Ich hatte genug. “Sorry, ich mache das eigentlich nicht, aber ich muss dir leider sagen, dass du mir zu klein bist,“ erklärte ich ihm mit entschuldigendem Blick. Gelogen war das nicht. Und ich fand, dass er mit dieser Erklärung noch gut weg kam. “Also willst du nicht mit zu mir kommen?“ hakte er noch einmal nach.

Clever war er wohl auch nicht. Ich schüttelte den Kopf und lief zu meinem Auto. Nichts wie weg hier!

Das könnte euch bei Refinery29 auch interessieren:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Angebot: Ihr könnt auch alleine schöne Momente haben - vielleicht mit den richtigen Toys?