Auf Wahlkampfabschluss: AfD will Nationalhymne spielen - doch keiner singt mit

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POGGENBURG
AfD-Politiker André Poggenburg | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Nach jeder Veranstaltung singt die AfD die Nationalhymne
  • Doch das klappt nicht immer - wie jetzt auf dem Wahlkampfabschluss in Magdeburg

Das mit dem Patriot-Sein nimmt die AfD ernst. So ernst, dass sie jede Veranstaltung mit dem Singen der Nationalhymne beendet. Doch das klappt nicht immer nach Protokoll.

So wie beim Wahlkampfabschluss der AfD Sachsen-Anhalt in Magdeburg.

"Illegales Gesindel"

Der Verband unter Führung von André Poggenburg gilt in der Partei als rechter Flügel, in dessen Welt das Kalifat in Städten drohe, die deutsche Kultur vernichtet werde und die meisten Flüchtlinge "illegales Gesindel" sind, die aus dem Land geworfen werden sollen.

Mit solchen Parolen hat es die Partei in dem kleinen Bundesland bei den Landtagswahlen zur zweitstärksten Kraft geschafft. Und mit solchen Parolen beendeten führende AfD-Politiker auch offiziell ihren Wahlkampf am Donnerstagabend.

Fast vergessen, die Hymne zu spielen

Am Ende der Veranstaltung war man so sehr mit Klatschen beschäftigt, dass man fast vergessen hätte, die Hymne zu spielen.

Eilig wurden die vier Hauptredner wieder zurück auf die Bühne bestellt und man startete das Playback. Zehn Sekunden spielte es im HIntergrund, ohne dass auch nur einer irgendeine Silbe sang. Dann stoppte das Playback und es ging von vorne los. Diesmal mit Text. Ordnung muss sein.

Für eine Partei, die die Bundesregierung bei jeder Gelegenheit für einen angeblichen Kontrollverlust kritisiert und Merkel am liebsten einbuchten würde, ein starkes Stück.

2017-09-07-1504786616-8796518-CopyofHuffPost4.pngInside AfD - Die Community für Kritiker der Rechtspopulisten


(jg)

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