"Kehrt in die Heimat zurück": Geflüchteter hat großartige Antwort auf dieses provokante Plakat

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  • Ein Facebook-Post zum Thema Flüchtlingspolitik sorgt im Netz für Erheiterung
  • Darauf ist zwar ein Plakat zu sehen, dass Flüchtlinge dazu auffordert, in ihre Heimat zurückzukehren
  • Doch ein Geflüchteter hat einen Zettel darauf geklebt - mit einer höflichen, aber deutlichen Botschaft

Was tun, damit die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren? Die Antwort eines Deutschen auf diese Frage: Er bastelte ein Plakat, auf dem sowohl in arabisch als auch in deutsch steht: "Kehrt in die Heimat zurück! Sie braucht euch!"

Das fertige Stück Papier hängte die Person dann in der Öffentlichkeit auf. Gut sichtbar - eben auch für die Flüchtlinge, die der Text ansprechen sollte.

Jemand fühlte sich schließlich motiviert, dem Plakat zu kontern. Die geflüchtete Person verfasste einen Text, der auf lustige Weise klarmacht, wieso das Plakat einfach unnötig ist. Der syrische Schauspieler Firas Alshater hat ein Foto der genialen Antwort auf Facebook hochgeladen:

Sehr geehrter Herr ???", beginnt das Antwortschreiben. Und weiter: "Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir zurzeit in die Heimat nicht zurückkehren können, da es in unserer Heimat einen Krieg und einen Diktator gibt."

Nach dem Krieg möchte der Verfasser der schlagkräftigen Antwort aber gerne wieder in seine Heimat zurück. Und zeigt mit dem Schreiben außerdem, wie gut er oder sie bereits in Deutschland integriert ist. Darin steht: "Sollten Sie in den kommenden Tagen was neues schreiben, brauchen Sie auf arabisch nicht zu schreiben, da wir die deutsche Sprache gelernt und beherrscht haben."

Zu guter Letzt bedankt sich der Autor dann noch im Voraus für das Verständnis des Plakat-Anfertigers.

Eine höfliche, aber deutliche Abfuhr.

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Die Antwort bekommt viel Lob

Die Reaktionen auf den Facebook-Beitrag fallen überwiegend positiv aus. Facebook-Nutzer Klaus Stefan lobt das gute Deutsch, in dem die Antwort verfasst ist: "Und im Gegensatz zu den meisten Neo-Nazis beherrschen sie auch noch die Grammatik..."

"Sehr gut gekontert. Für solche unsinnigen, rechten Sprüche habe ich kein Verständnis", schreibt Nutzer Thomas unter Alshaters Facebook-Beitrag.

Johannes Friedrich merkt jedoch zu recht an, dass sowohl das Plakat als auch die Antwort nur schwer zu verifizieren seien und das Ursprungsplakat ja auch von einem Flüchtling selbst stammen könnte.

Die HuffPost hat den syrischen Schauspieler Firas Alshater um ein Statement zu seinem Beitrag gebeten. Bislang hat die Redaktion noch keine Antwort erreicht.

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(jg)

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