NACHRICHTEN
20/09/2017 10:13 CEST

Die Welt ist nicht genug: Darum boomt der Filmtourismus

An diesem Gleis begann für den wohl berühmtesten Zauberlehrling der Literatur- und Filmgeschichte die abenteuerliche Reise in die Welt der Magie.

Dass viele Menschen Filmstars bewundern und ihnen einmal ganz nahe kommen wollen, ist nicht weiter verwunderlich. Aber was ist, wenn die Drehorte selbst zu Stars werden?

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Mittlerweile lassen sich die Schauplätze berühmter Filme nicht nur besichtigen, per Tablet oder Smartphone können Fans den Film auch gleich mit an Ort und Stelle nehmen. Die echte Location kann also gleich mit der Filmsequenz verglichen werden. Das obligatorische Selfie bzw. Urlaubsfoto schießt sich dann quasi wie von selbst.

Elben und Orks im Flugzeug

Als der "Herr der Ringe"-Boom ausbrach, hat auch eine neuseeländische Fluglinie die Gunst der Stunde genutzt. Sie ließ in ihren Sicherheitvideos Elben, Orks und andere Figuren aus den Verfilmungen der Tolkien-Bücher die Sicherheitshinweise erklären. Ist man erstmal angekommen, kann man als Filmtourist auch gleich durchstarten und das Mittelerde-Filmset besichtigen.

In dieser Höhle auf Neuseeland ist "der kleine Hobbit" Bilbo Beutlin zu Hause.

Tirollywood-Routen

Spätestens seit der Geheimagent Ihrer Majestät 2015 in "Spectre" zu Gast im Ötztal war, ist das Filmland Tirol beliebtes Reiseziel von Filmfans. Hier können sich Besucher auch auf die Spuren des "Bergdoktors" oder der "Geierwally" begeben. Aber auch "Tatort"-Freunde werden hier sicher einige Schauplätze wiederkennen.

Der englische Patient ist eigentlich Tunesier

Die "James Bond Insel" Ko-Phing-Kan bei Phuket mit der berühmten Felsnadel diente als Versteck für den Schurken Scaramanga in "Der Mann mit dem goldenen Colt"

Das nordafrikanische Land lockt vor allem "Star Wars"-Fans in die tunesische Wüste. Neben dem Science-Fiction-Streifen wurden aber noch andere berühmte Filme in Tunesien gedreht, etwa Teile von "Indiana Jones" und "Der englische Patient". In der Schlucht von Sidi Bouhellal entstanden die Bilder, in denen Almasy die schwerverletzte Katherine zu einer Höhle trägt.

Manchmal ist es zu viel

Wer sich weniger im Fantasy-Genre zu Hause fühlt oder dem Action-Film nichts abgewinnen kann, der sollte es mal in Großbritannien versuchen - oder besser nicht. Nach dem Erscheinen der Liebes-Komödie "Notting Hill" strömten Tausende in das Londoner Stadtviertel um den Buchladen, in dem Hugh Grant im Film arbeitet, zu besuchen. Wegen des Runs wurde der Laden dann aber geschlossen. Zu viele hatten nur schauen, aber nichts kaufen wollen. Auch die blaue Tür des Hauses, in dem Hugh Grant im Film wohnt, wurde irgendwann überstrichen.

Run hin oder her - nicht umsonst heißt es: "Reisende soll man nicht aufhalten!" Also, nichts wie los, denn die Welt des Films lässt sich noch viel besser draußen in der Natur entdecken, als drinnen auf dem Sofa.

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