LIFESTYLE
19/09/2017 11:03 CEST | Aktualisiert 19/09/2017 15:36 CEST

Studie: Warum euch Bier wirklich glücklich machen könnte

william87 via Getty Images
Ein Inhaltsstoff von Bier aktiviert nach neuen Erkenntnissen das Belohnungszentrum im Gehirn.

  • Ein Inhaltsstoff im Bier wirkt wie unser "Glückshormon"

  • Unklar ist aber noch: Reicht die Menge an Hordenin aus, uns glücklich zu machen

Bier macht zufrieden. Was mancher schon längst aus Erfahrung wusste, erforschen nun Wissenschaftler. Und die erste Erkenntnis lässt aufhorchen: Ein Inhaltsstoff von Bier aktiviert nach neuen Erkenntnissen das Belohnungszentrum im Gehirn.

Der Stoff Hordenin, der auch in Gerstenmalz vorkommt, wirke ähnlich wie der als "Glückshormon" bekannte körpereigene Neurotransmitter Dopamin, teilte die Universität Erlangen-Nürnberg am Freitag mit. Beide beeinflussen den sogenannten Dopamin-D2-Rezeptor im Gehirn.

Ob die im Bier enthaltenen Hordenin-Mengen jedoch für eine spürbare Beeinflussung des Belohnungszentrums ausreichend sind, untersuchen die Forscher zurzeit noch. Insgesamt deuteten die Ergebnisse aber darauf hin, dass Hordenin zum stimmungssteigernden Effekt von Bier beitragen könnte, hieß es in einer Mitteilung.

Unklar: Reicht die Menge Hordenin aus?

Möglicherweise sei es die Kombination aus Hordenin und Alkohol, warum Bier so zufrieden mache, sagte die Forscherin Monika Pischetsrieder. Der Stoff Salsolinol in Schokolade sowie ein Schimmelpilz hätten eine ähnliche Wirkung wie das Hordenin.

Derzeit laufen Studien, in denen die Forscher herausfinden wollen, wie viel Hordenin in Bier enthalten ist und wie viel davon letztlich im Gehirn ankommt.

Ein einzelner Stoff, der sozusagen glücklich mache, sei bislang in keinem Lebensmittel gefunden worden, sagte Pischetsrieder. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es meist eine Kombination aus Stoffen ist, die zu einem Zufriedenheitsgefühl führt - bei Chips seien es etwa Kohlenhydrate und Fett.

Forscher kamen durch Zufall auf Bier

Für ihre Studie, die im Fachmagazin "Scientific Reports" veröffentlich wurde, haben die Wissenschaftler zunächst am Computer 13.000 Inhaltsstoffe von Lebensmitteln darauf untersucht, ob sie auf den Dopamin-D2-Rezeptor passen - wie ein Schlüssel in ein Schlüsselloch.

Die Forscher legten dafür eine virtuelle Datenbank mit Molekülen an. Schließlich blieben 17 Stoffe übrig, die im Labor getestet wurden. "Es ist schon überraschend, dass - ohne dass wir speziell in der Gruppe der Genussmittel gesucht haben - ein Inhaltsstoff von Bier zur Aktivierung des Dopamin-D2-Rezeptors führt", sagte Pischetsrieder.

Angebot: Mit dem Social-Media-Portal "Nebenan.de" könnt ihr euch mit euren Nachbarn online absprechen - wenn es um die Post geht, die Katzen-Versorgung oder um tolle Events.

Hier könnt ihr euch bei Nebenan.de kostenlos anmelden



2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png

Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

Sponsored by Trentino