"Bitte verzeiht mir": Tausende teilen gerade diesen Brief eines Neugeborenen an seine Eltern

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Ein fiktiver Brief eines Neugeborenen fasst treffend zusammen, was Babys nach der Geburt zumindest denken könnten. | iStock
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  • Oft würden Eltern zu gerne wissen, was ihr Baby gerade denkt
  • Ein fiktiver Brief eines Neugeborenen fasst treffend zusammen, was Babys nach der Geburt zumindest denken könnten
  • Geteilt hat den Text ein Krankenhaus in Schottland

Nur für ein paar Sekunden in den Kopf ihres Baby schauen können - das haben sich bestimmt die allermeisten Eltern schon mal gewünscht.

Ein Brief, der sich gerade auf Facebook verbreitet, macht dieses Wunder zwar nicht wahr. Die fiktiven Worte eines Neugeborenen bringen aber ziemlich gut auf den Punkt, was ein Baby nach der Geburt denken könnte.

Gepostet hat den Brief die Geburtsstation eines Krankenhauses in Schottland. Der Text, dessen Autor unbekannt ist, ist schon etwas älter und taucht als "die 10 Gebote eines Neugeborenen" immer wieder im Internet auf.

"Bitte seid enttäuscht, wenn ich nicht das perfekte Baby bin"

Seit das Krankenhaus den Brief geteilt hat, erfährt er aber eine neue Welle der Aufmerksamkeit. In dem Brief heißt es:


Liebe Mama, lieber Papa,

Bitte bewahrt diesen Brief von mir an einem Ort auf, wo ihr ihn immer wieder lesen könnt, wenn es gerade nicht so gut läuft und ihr am Ende seid.
• Bitte erwartet nicht zu viel von mir als neugeborenes Baby und auch nicht zu viel von euch selbst als Eltern. Gebt uns allen sechs Wochen als Geschenk zur Geburt. Sechs Wochen, in denen ich wachsen und mich entwickeln kann und stabiler und berechenbarer werde. Sechs Wochen, in denen ihr euch erholen und entspannen könnt und in denen dein Körper, Mama, langsam zur Normalität zurückkehrt.
• Bitte füttert mich, wenn ich hungrig bin. Als ich in deinem Bauch war, Mama, habe ich Hunger nicht gekannt und Zeit hatte keine Bedeutung für mich.
• Bitte haltet, kuschelt, küsst, berührt, streichelt und tätschelt mich. Im Bauch war ich die ganze Zeit geborgen und war noch nie zuvor allein.
• Bitte verzeiht mir, wenn ich sehr viel schreie. Ich bin kein Tyrann, der ausgesendet wurde, um euch das Leben zur Hölle zu machen. Schreien ist nur einfach die einzige Möglichkeit, euch zu zeigen, dass ich mit etwas unzufrieden bin. Haltet durch - schon bald werde ich weniger Zeit mit Schreien verbringen und mehr damit, euch kennenzulernen.
• Bitte nehmt euch Zeit, um herauszufinden, wer ich bin, inwiefern ich mich von euch unterscheide und wie viel ich euch geben kann. Beobachtet mich genau und ich werde euch wissen lassen, welche Dinge mich beruhigen und erfreuen.
• Bitte denkt daran, dass ich widerstandsfähig bin und die vielen Fehler überstehen werde, die ihr ganz natürlicherweise im Umgang mit mir macht. So lange ihr sie mit Liebe macht, kann mir nichts passieren.
• Bitte seid nicht enttäuscht, wenn ich nicht das perfekte Baby bin, das ihr erwartet habt. Und bitte seid auch nicht enttäuscht, wenn ihr nicht die perfekten Eltern seid.
• Bitte passt auf euch selbst auf. Achtet darauf, dass ihr euch ausgewogen ernährt, genügend Schlaf bekommt und Sport macht. Nur so habt ihr die nötige Geduld und Energie, wenn ihr mit mir zusammen seid. Einem schreienden Baby tut es gut, wenn die Mutter entspannt ist.
• Bitte achtet darauf, dass die Beziehung zwischen euch beiden stimmt. Was nützt mir eine tolle Bindung an euch, wenn es keine Familie mehr gibt, an die ich mich binden kann?
• Behaltet das 'große Bild' im Kopf. Ich werde nur kurz das kleine Baby bleiben, auch wenn es euch vielleicht so vorkommen wird, als würde diese Phase ewig dauern. Auch wenn ich euer Leben auf den Kopf gestellt habe - denkt daran, dass sich die Dinge schon bald wieder normalisieren werden.
Genießt die Zeit mit mir - ich werde nie wieder klein sein!"

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Der Post des Krankenhauses hat bereits 14.000 Likes und wurde tausendfach geteilt. Die Kommentarspalte ist voll mit emotionalen Antworten von Eltern und Menschen, die es mal werden wollen.

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"Wie wahr", heißt es in einem Kommentar. "Ich genieße jeden Tag und lass meinen Sohn so sein, wie er ist. Ich erwarte nicht, dass er 'perfekt' schläft, 'perfekt' isst, sich 'perfekt' verhält. Er ist ein Baby und er wird seinen Weg machen. Genießt jeden Moment!"

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost USA und wurde von Lea Kosch aus dem Englischen übersetzt.

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