Fragen zu unbequem? ZDF lud Sprecherin der Berliner Terror-Opfer aus Sendung mit Merkel aus

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  • Astrid Passin ist Sprecherin der Hinterbliebenen der Opfer des Berliner Anschlags am Breitscheidplatz
  • Offenbar wurde sie in die Sendung "Klartext, Frau Merkel!" eingeladen und wieder ausgeladen
  • Den Grund dafür seht ihr im Video oben

Scheut sich das ZDF vor unbequemen Fragen? Zumindest scheint es, nachdem der Sender Astrid Passin, die Sprecherin der Hinterbliebenen der Opfer des Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz, offenbar kurzfristig aus der Sendung "Klartext, Frau Merkel!" auslud.

Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, wurde Passin am 24. Juli in die Sendung eingeladen. In einem Gespräch vor Sendungsaufzeichnung wollte der ZDF aber wissen, welche Fragen Passin der Kanzlerin stellen wolle.

Passin wollte ihre Fragen nicht preisgeben

Die Sprecherin der Opfer wollte dem Sender allerdings keine Auskunft geben. "Darauf wollte ich mich nicht einlassen", sagte sie gegenüber der "Berliner Morgenpost”.

Dies schien anfänglich für den ZDF kein Problem darzustellen, verschickte dieser doch trotzdem den Vertrag. Am Donnerstag vor der Sendung sei Passin dann aber ausgeladen worden.

Der Sender nahm Stellung dazu, und erklärte, man hätte Passin Attacken aus sozialen Netzwerken und Medien ersparen wollen. Dies sei im Vorfeld Fragenstellern aus der Sendung "Klartext, Herr Schulz!" passiert.

Die Fragen könnten dem ZDF zu unangenehm gewesen sein

Passin vermutete aber, das ZDF wolle keine unbequemen Fragen zulassen. Da auch in der Vergangenheit ein Treffen mit der Bundeskanzlerin nicht zustande kam, bedauerte die Sprecherin den Vorfall sehr.

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(lk)