Sängerin Lena Meyer-Landrut unterstützt Angela Merkel - ihre Begründung erzürnt die Fans

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MEYER LANDRUT
Sängerin Lena unterstützt Angela Merkel - vor allem ihre Begründung erzürnt die Fans | dpa
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  • Zahlreiche Prominente unterstützen Kanzlerin Merkel oder eine der anderen Parteien
  • Nun hat sich auch Sängerin Lena Meyer-Landrut zur CDU-Chefin bekannt
  • Doch ihre Begründung gefällt nicht jedem

Fußballer Toni Kroos tut es, Model Sophia Thomalla ebenfalls - und nun auch Sängerin Lena Meyer-Landrut. Sie unterstützen Kanzlerin Angela Merkel im Wahlkampf. Das verbindende Element der Kampagne: "I love Raute".

Die Sängerin hatte sich am Samstagnachmittag geoutet. Ihre Begründung: "Weil sie Frauen die Vision gibt, alles werden zu können."

"Weil ja Merkel so viel für Frauenrechte tut"

Über die Parteinahme entbrannte bei ihren Fans eine hitzig geführte Debatte, wobei die Reaktionen sehr unterschiedlich ausfielen: Bis Sonntagabend erhielt der Facebook-Beitrag über 8100 Likes, dazu fast 600 Herzen. Allerdings klickten auch 1500 Nutzer das Wut-Emoji.

Lena Meyer-Landrut muss viele Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Etliche Fans ärgern sich aber vor allem über ihre Motivation - und führen dabei etliche Gegenargumente an:

So kritisiert Birgit K., dass es die Sängern als "Großverdienerin" leicht habe, von Visionen zu reden. "Ob Sie es glauben oder nicht, Visionen von einfachen Frauen sehen leider nicht sehr positiv und sehr viel kritischer bis angstvoller aus als Ihre."

Vadim K. fragt, welche Frau die CDU-Chefin jemals gefördert habe? "Von den sechs Ministerinnen in der Bundesregierung sind vier von der SPD", betont er.

Eine andere Facebook-Nutzerin bemerkt sarkastisch: "Weil Merkel ja so viel für Frauenrechte tut. Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Gleicher Lohn, mehr Frauen in Führungspositionen durch Quote… Alles Dinge, für die sich Merkel NICHT einsetzt."

"Alles besser als nicht wählen zu gehen"

Auch Thomas D. greift diese Argumente auf. Er schreibt: "Sie gibt zwar eine Vision, blockiert aber alles, was helfen würde: Rückkehrrecht aus Teilzeit in Vollzeit, ordentliche Bezahlung der Jobs, in denen überwiegend Frauen arbeiten (Pflege, Erziehung) und verhindert eine Frauenquote."

Uwe D. bringt die Diskussion von Prominenten im Wahlkampf letztendlich auf den Punkt: Die einen werben für die CDU, andere für die SPD - "alles besser als nicht wählen zu gehen und keine politische Meinung zu haben."

Mehr zum Thema: Frauenanteil in Deutschlands Führungsetagen steigt - und ist trotzdem peinlich niedrig

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(ll)

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