Verwirrung um Trumps Rückzug vom Rückzug aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen

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Verwirrung um Trumps Rücktritt vom Rücktritt aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen | Yuri Gripas / Reuters
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  • Am Wochenende hat es zumindest einige Stunden so ausgesehen, als würde Donald Trump nun doch das Pariser Klimaschutzabkommen nicht aufkündigen möchte
  • Angefacht wurde das Gerücht auch von einer verschwurbelten Aussage des US-Außenministers
  • Doch am Ende stellte das Weiße Haus klar: Nichts ändert sich, es bleibt beim Rücktritt

Für Donald Trump ist der Klimawandel eine Lüge. Auch deswegen hatte der US-Präsident Anfang Juni angekündigt, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten. Kein Wandel, kein Abkommen, "America first" - so die simple Rechnung.

Die Entscheidung erzürnte die ganze Welt.

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Doch am Wochenende gab es einen kurzen Hoffnungsschimmer: "Trump-Regierung wird das Pariser Klimaabkommen nicht aufkündigen", titelte die US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Was steckt dahinter?

"Eine herausfordernde Angelegenheit"

Die Zeitung berief sie sich auf Aussagen von Trumps Berater Everett Eissenstat, die nahelegten, dass das Weiße Hause seine Haltung gegenüber dem Abkommen aufweichen wolle.

Angeheizt wurde die Debatte noch durch ein TV-Interview von US-Außenminister Rex Tillersen in der TV-Show "Face the Nation". Dort erklärte er leicht verschwurbelt:

"Bei den richtigen Konditionen wäre der Präsident offen, die Bedingungen zu finden, wo wir in Kontakt mit anderen bleiben können. Bei dem, was - wo wir alle übereinstimmen - eine herausfordernde Angelegenheit ist."

"Falsche" Gerüchte

Doch Trumps Sicherheitsberater H.R. McMaster durchkreuzte kurze Zeit später alle aufkommenden Gedankenspiele.

Im Interview mit "Fox News Sunday" wies er die Gerüchte als "falsch" zurück, dass der US-Präsident seine Position überdenken würde.

"Der Präsident entschied sich, aus dem Pariser Abkommen auszutreten, weil es ein schlechtes Geschäft für das amerikanische Volk und ein schlechtes Geschäft für die Umwelt ist", betonte McMaster.

"Unsere Position beim Pariser Abkommen hat sich nicht geändert"

Auch das Weiße Haus und Trumps Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders sahen sich genötigt, für Klarheit zu sorgen. Die Regierung veröffentlichte ein klare Absage auf seiner Homepage, Sanders twittere:

"Unsere Position beim Pariser Abkommen hat sich nicht geändert. Der US-Präsident hat klargemacht, die USA steigen aus, solange wir keine pro-amerikanischen Bedingungen bekommen."

Es bleibt also alles beim Alten.

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(ll)