Schreiben von Weidels Anwalt: "Welt" berichtet von überraschender Wende in der E-Mail-Affäre

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WEIDEL
AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel | Thomas Lohnes via Getty Images
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  • Seit Tagen gibt es Streit um eine mutmaßliche E-Mail von Alice Weidel
  • Die AfD-Spitzenkandidatin bestritt bisher, dass die E-Mail mit rassistischem und demokratieverachtendem Inhalt echt ist

Neue Wendung in der E-Mail-Affäre um Alice Weidel. Wie die "Welt" berichtet, ist in der Redaktion ein vierseitiges Schreiben des Anwalts der AfD-Spitzenkandidatin eingegangen.

"Weidel lässt nicht länger behaupten, dass die Nachricht gefälscht sei", schreibt die "Welt". In einer ersten Erklärung des Anwalts von Weidel hatte es geheißen: "Der von Ihnen vorgelegte Text wurde von unserer Mandantin nicht verfasst. Es wäre daher falsch und rechtswidrig, öffentlich zu behaupten, unsere Mandantin habe diesen Text geschrieben oder auch nur diesen Verdacht zu äußern."

Weidel bestreitet, die Mail geschrieben zu haben

Auch der Pressesprecher der AfD und mehrere hochrangige AfD-Politiker sagten, dass die Mail eine Fälschung sei.

In der Affäre geht es um eine vier Jahre alte Mail mit rassistischem und demokratieverachtendem Inhalt. Die Absenderin bezeichnete dort Mitglieder der Regierung Merkel als "Verfassungsfeinde", "Marionetten der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs" und "Schweine".

Unter anderem heißt es in dem Schreiben auch: "Der Grund, warum wir von kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc ueberschwemmt werden, ist die systematische Zerstoerung der buergerlichen Gesellschaft als moegliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden."

Der "Welt" liegt eine eidesstattliche Erklärung des mutmaßlichen Empfängers vor. Er behauptet, die E-Mail stamme von Alice Weidel.

Weidel sprichr von "einfach unfassbarer" Kampagne gegen sie

Der Anwalt von Alice Weidel räumt laut "Welt" jetzt ein, dass es tatsächlich eine Korrespondenz zwischen Weidel und dem Empfänger der E-Mail gegeben habe. Über die betreffende E-Mail scheint sich der Anwalt nicht zu äußern.

Alice Weidel selbst bestreitet, die E-Mail geschrieben zu haben. Sie spricht von einer "einfach unfassbaren" Kampagne gegen sie.

Weidel hat inzwischen auch auf den aktuellen Artikel in der "Welt" reagiert. Sie schreibt auf Twitter: "Welt erfindet Kehrtwende, d. es nicht gibt. Lesen hilft! Springe weiter nicht über Stöckchen dieser Schmutzkampagne!"

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(lk)

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