So würde der Bundestag aussehen, wenn nur Kinder und Jugendliche wählen dürften

Veröffentlicht: Aktualisiert:
U18 WAHL
So würde der Bundestags aussehen, wenn nur Kinder und Jugendliche wählen dürften | dpa
Drucken
  • Würden nur Kinder und Jugendliche bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben, sähe der Bundestag ganz anders aus
  • Die CDU schneidet bei Wählern unter 18 Jahren schlecht ab, die Grünen kommen dagegen auf fast doppelt so viele Stimmen wie in aktuellen Umfragen zur Wahl

Ginge es nach Kindern und Jugendlichen, würde der neue Bundestag deutlich grüner werden.

Nach einem Zwischenergebnis der bundesweiten U18-Wahl vom Freitagabend kommen die Grünen auf 16,3 Prozent der Stimmen. Das sind doppelt so viele Prozentpunkte wie in aktuellen Umfragen.

Hier die Ergebnisse in der Übersicht:

CDU: 28,2 Prozent
SPD: 19,9 Prozent
Grüne: 16,3 Prozent
Linke: 8,2 Prozent
AfD: 6,7 Prozent
FDP: 5,7 Prozent

Der Bundestag sähe damit um einiges anders aus. Die FDP schafft es nur knapp hinein, die AfD schneidet deutlich schlechter ab als in den bundesweiten Umfragen zur Wahl, die CDU ebenfalls.

Wonach entscheiden Kinder?

Auch die Wahlergebnisse der vergangenen U18-Wahl hätten gezeigt, berichtet die "Tagesschau": Kinder und Jugendliche wählen weniger extrem als Erwachsene.

In der Regel seien CDU und SPD mit guten zweistelligen Ergebnissen vertreten, die Grünen 2013 gar mit doppelt so hohem Anteil.

Und wonach entscheiden Kinder, wem sie ihre Stimme geben?

Für einen Fünftklässler sei Klimaschutz wichtig, ein anderes Mädchen ist gegen Abschiebungen, zitiert die "Tagesschau" zwei Kinder, die an der U18-Wahl an ihrer Schule teilgenommen haben.

So wird die U18-Wahl organisiert

Die U18-Wahl ist eine Initiative des Bundesjugendrings und soll das politische Interesse junger Menschen fördern.

In diesem Jahr beteiligten sich voraussichtlich deutlich mehr Kinder und Jugendliche als vor der Bundestagswahl 2013. Damals waren es rund 200.000 gewesen..

Die Wahl wird von Jugendlichen für Jugendliche organisiert und simuliert mit mehr als 1600 Wahlräumen in Schulen, Jugendclubs oder Sportvereinen die Bundestagswahl am 24. September.

Viele junge Wähler entschieden sich am Freitag allerdings nicht für eine der etablierten Parteien. Fast jeder Siebte gab seine Stimme einer der sogenannten sonstigen Parteien. Mit 3,8 Prozent schnitt die Tierschutzpartei dabei am stärksten ab.

Mehr zum Thema: In der Windel zur Wahlurne? Juso-Chefin fordert Wahlrecht ab 0 Jahren

Mit Material der dpa.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ben)

Korrektur anregen